Archive für Februar 2012

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  Dienstag, 28. Februar 2012
Israel Heute Bringt auch das was andere weglassen!
 

Christen aus Georgien ehren König David

Der Patriarch der georgisch-orthodoxen Kirche breitete über dem historischen Königsgrab von König David ein großes Tuch aus. Als ein Bewunderer Davids bekannt, bekam der Patriarch eine Sondergenehmigung der israelischen Oberrabbiner, dieses zeremonielle und mit georgischen religiösen Symbolen bestickte Tuch dort auf dem Zionsberg abzulegen. Der sephardische Oberrabiner Schlomo Amar war anfangs besorgt, dass das Ablegen von Kreuzen und anderen christlichen Symbolen auf Juden anstößig wirken könnte. Zu seiner Überraschung fand er auf dem Tuch jedoch „Abbildungen, die die Psalmen bildlich darstellen“. Bewegt durch die Geste des Patriarchen Illia II., sagte der aschkenasische Oberrabiner Jona Metzger: „Wir haben schon von vielen Kardinälen und Patriarchen Geschenke, wie Bücher und Medaillen erhalten. Aber noch niemand hat bisher König David so liebevoll geehrt.“ Die georgischen Bagratiden gehören zu einer Herrscherdynastie, die vom 9. Jahrhundert bis zum Jahr 1921, in dem die Sowjetunion das Land annektierte, Georgien regierte und ihre Abstammung auf König David zurückführt. So sind die Psalmen, von denen die meisten von König David verfasst wurden, die beliebtesten Schriften, sowohl des Patriarchen Illia II. als auch der meisten georgischen Christen.

Schaufensterpuppen sollen Siedlerfrauen schützen

Angriffe auf jüdische Frauen im so genannten Westjordanland durch Araber sollen künftig mit als Soldaten gekleideten Schaufensterpuppen abgewendet werden. Die Täter haben es besonders auf Frauen abgesehen, die allein im Auto unterwegs sind. Bei einer Reihe von Autodiebstählen wurde den Fahrerinnen der Weg mit einem anderen Auto blockiert und dann mit gezücktem Messer das Fahrzeug entwendet. In den vergangenen Wochen kam es allein zu 13 solcher Fälle, einige in Hebron und die meisten im so genannten Westjordanland. Am Montag wurde ein 23-jähriger Palästinenser festgenommen, als er das Auto eines verdeckten Polizisten stehlen wollte.
Miri Weitzmann wurde ihr Fahrzeug in der vergangenen Woche gewaltsam entwendet. Sie befand sich auf dem Heimweg von der Arbeit, als sich ein Auto mit israelischem Kennzeichen querstellte und ihr den Weg versperrte. „Ich rief sofort meinen Mann an, als zwei Männer aus dem Auto stiegen. Einer von ihnen zerbrach mein Fenster und der andere riss mir das Telefon aus der Hand und sagte mit arabischem Akzent ‚Willst du sterben?‘“ Der Mann ergriff sie und schleuderte sie auf die Straße. Sie war allein in der Dunkelheit ohne Telefon. Glücklicherweise kam ein Bekannter vorbei und nahm die verängstigte Frau mit.
Neben den Puppen werden auch freiwillige Helfer die Straßen patroullieren und hinter Frauen, die allein im Auto sind, herfahren.

„Israels bester Rhetoriker“: 20. Todestag von Menachem Begin

Anlässlich des 20. Todestages von Menachem Begin fand auf dem Ölberg eine Gedenkfeier statt. Ministerpräsident Netanjahu sagte über den sechsten und legendären Ministerpräsidenten Israels: „Er war mir oft ein Vorbild.“ Begin war der erste, der 1979 ein Friedensabkommen mit einem arabischen Staat, nämlich Ägypten, unterzeichnete. Aber er war es auch, der 1981 die mutige Entscheidung traf, den Atomreaktor im Iran anzugreifen und zu vernichten - ein heute wieder aktuelles Thema. Begin wurde am 16. August 1913 in Brest-Litowsk (Russisches Kaiserreich) geboren, 1942 trat er der jüdischen Untergrundbewegung „Irgun Tzwi Le’umi“ zur Zeit des Britischen Mandats bei. Im Jahre 1943 wurde er deren Führer und zog in die Politik ein. Ob man Begin, den Gründer der rechtsorientierten Likud-Partei, die 1977 die Wahlen gewann, mag oder nicht – in einem ist man sich in Israel einig: Er besaß außergewöhnliche rhetorische Fähigkeiten. Sätze wie „No more war, no more bloodshed“ (dt. „Kein Krieg mehr und kein Blutvergiessen“) oder „Nicht mehr Aschkenasen, nicht mehr Sepharden – wir sind alle Juden!“ prägen noch heute das Volk. Auch war er ein scharfer Gegner der Wiedergutmachungsverträge mit Deutschland und er war derjenige, der die erste Libanon-Offensive im Juni 1982 zur Verteidigung der ständig unter Beschuss stehenden Bewohner im Norden Israels beschloss. Am 9. März 1992 starb Begin. Sein Sarg wurde damals auf seinem vier Kilometer langen Weg von tausenden Trauernden zum Ölberg begleitet. Dort wurde er an der Seite seiner Frau Alisa beigesetzt. Auch Israel Heute war damals dabei.

Kurznachrichten

+ Die israelische Einwanderungsbehörde und das Finanzministerium haben beschlossen, die restlichen 6.000 äthiopischen Falasch-Mura Juden schneller als geplant nach Israel zu holen. Es sollen nicht nur wie bisher monatlich 110, sondern 250 kommen.
+ Israels nationale Presseunion will ihre Verbindung zu der Internationalen Presseföderation beenden, weil die internationalen Medien bewusst gegen Israel arbeiten. Auslöser war die an die UNO gerichtete Beschwerde der Internationalen Presseföderation, die besagt, dass Israel zu den sechs Ländern gehört, in denen Journalistinnen verfolgt und vergewaltigt werden, wenn sie nicht regierungstreu berichten. Dabei ist Israel in allen Bereichen das Land der totalen Pressefreiheit.
+ Zum zweiten Mal konnte Israels Militär an der ägyptischen Grenze verhindern, dass Ägypter eine Bombe über die Sinaigrenze nach Israel schmuggeln konnten, die in Israel dann von palästinensischen Terroristen zum Einsatz gebracht werden sollte.
+ Israels ehemaliger Mossad-Geheimdienstchef Efraim Halevy meint, Israel brauche gegenüber den Palästinensern nicht weiter nachzugeben, denn der israelisch-palästinensische Konflikt wird nie enden, weil die Palästinenser nie zufrieden sein werden und ganz Israel für sich beanspruchen wollen.
+ Im Zuge des Beinahe-Bankrotts Griechenlands will Israel den 5000 noch in Griechenland lebenden Juden finanziell helfen und ihnen ihre Einwanderung nach Israel erleichtern. Griechenlands Juden haben Israel in der Vergangenheit immer großzügig geholfen, nun soll auch ihnen geholfen werden.
+ Die Wohnungspreise stiegen im Jahr 2010 in Israel um 14 Prozent, im letzten Jahr dagegen nur um 12 Prozent.

Das Wetter

Sonnig, leicht bewölkt. Die Temperaturen steigen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 13 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 18 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -212,58 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
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  Montag, 27. Februar 2012
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Unruhen auf dem jüdischen Tempelplatz

Hunderte Palästinenser haben am vergangenen Wochenende nach dem Freitagsgebet israelische Sicherheitskräfte angegriffen und mit Steinen beworfen. Wiederholt wurden die moslemischen Beter von der radikalen Hamasführung im Gazastreifen und Muftis in den Moscheen dazu aufgerufen, die heilige Al-Aksa-Moschee auf dem jüdischen Tempelplatz in ihre Kontrolle zu nehmen. Der palästinensische Mob in der Jerusalemer Altstadt wurde aufgehetzt, indem man behauptete, jüdische Siedler planen die Eroberung der Moscheen. Elf israelische Soldaten und Polizisten wurden bei den Unruhen auf dem jüdischen Tempelplatz oberhalb der Klagemauer leicht verletzt. Mit Rückblick auf die Geschichte haben die geistlichen Führer und radikalen Muftis immer wieder mit Lügen und Gerüchten gegen Israel gehetzt, was regelmäßig zu Unruhen führte. Am Freitagnachmittag wurde wieder Ruhe auf dem Tempelberg gemeldet.
Am Sonntag jedoch wurden die zwei amerikanisch-jüdischen Kongressmitglieder aus New York, Eliot Engel und Jerrold Nadler, auf dem jüdischen Friedhof auf dem Ölberg mit Steinen beworfen. Sie befanden sich mit israelischen Kollegen auf dem historischen Friedhof gegenüber dem Goldenen Tor, um neue Methoden der Instandhaltung der Stätte herauszuarbeiten. Keiner der Anwesenden wurde verletzt, aber man sei schockiert über den Vandalisierung der jüdischen Gräber durch radikale Moslems (siehe Bild), so hieß es. Die israelische Polizei hat bisher noch keine effektive Lösung gefunden, die Grabschändung jüdischer Ruhestätten auf dem Ölberg zu unterbinden. Auch soll der Friedhof polizeilich und mit technischen Überwachungsanlagen stärker bewacht werden.

Israelische Soldaten brutal von Arabern zusammengeschlagen

„Der Vorfall erinnert an den Lynchmord von Ramallah“ sagte Richter Falach nach dem Verbrechen, das sich am Samstag zugetragen hat. Zwei israelische Soldaten wurden in der Nähe des Rambam-Krankenhauses in Haifa von sechs jugendlichen Arabern attackiert. Sie gingen wie wild mit Eisenstangen und Steinen am Schabbatmorgen auf die Soldaten los. Die zwei jungen Männer erlitten schwere Kopfverletzungen und sind sich sicher, dass die Tat „nationalistische Hintergründe“ hatte. Die Täter wurden festgenommen und stehen vor Gericht. Obwohl sie ein politisches Motiv ablehnen, bestätigen Zeugen, dass sie die Soldaten mit anti-jüdischen Parolen beschimpften. Einem der jungen Männer wurden die arabischen Buchstaben für „Du Hund“ in die Kopfhaut eingeritzt, so berichtete das Nachrichtenportal Ynet. Der Richter, selbst Araber, ist schockiert von der Tat und erinnerte an die drei Reservesolaten, die im Oktober 2000 während der Zweiten Intifada grausam gelyncht wurden. Im aktuellen Fall waren die Sicherheitsbeamten des Krankenhauses sofort zur Stelle und konnten die Soldaten noch im letzten Moment retten. „Diese Gewalttat passt zu einem totalitären Regime, doch nicht zu einem demokratischen Staat wie Israel“ fügte Richter Falach hinzu.

Arabische Knessetmitglieder gegen die „Judaisierung Jerusalems“

Mitglieder der Knesset haben die Teilnahme zahlreicher arabischer Parlamentarier bei der Internationalen Konferenz zur Verteidigung Jerusalems in Doha, Katar, kritisiert. Die Veranstaltung hat am Sonntag begonnen und wird drei Tage lang andauern. Auf der offiziellen Webseite der Konferenz werden die israelischen Araber als „Vertreter Palästinas“ bezeichnet, so scheint es als kämen sie, um die palästinensische Autonomiebehörde zu repräsentieren. Knessetmitglied Miri Regev (Likud) sagte, dass die Immunität der arabischen Parlamentarier aufgehoben werden sollte. „Trojanische Pferde haben in der israelischen Knesset nichts zu suchen“, fügte sie hinzu. Alex Miller von der Israel Beitenu-Partei sagte, dass man wieder einmal sehe, diese Knessetmitglieder alles tun, um die Souveränität des Staates zu untergraben. „Es ist doch absurd, dass Mitglieder der Knesset Tag und Nacht gegen den Staat Israel arbeiten“, so Miller. Der arabische Parlamentarier Talab al-Sana, der an der Konferenz teilnimmt, sagte: „Die israelische Politik will Jerusalem jüdischer machen und die Palästinenser vertreiben, sowie heilige muslimische Stätten, insbesondere die Al-Aksa Moschee, zerstören.“ Er drohte, dass sollte Israel die Al-Aksa Moschee antasten, werde dies zum Ausbruch eines globalen islamischen Jihad, einem heiligen Krieg, führen. Repräsentanten aus 70 Ländern werden an der Konferenz zum „Schutz Jerusalems“ teilnehmen.

Wieder kein Oskar für Israel

Die Hoffnung war groß und Israel im Oskar-Fieber. Am Sonntagabend amerikanischer Zeit stand fest, der israelische Film „Footnote“ (dt. „Fußnote“) hat den Oskar für den besten fremdsprachigen Film nicht gewonnen. Der iranische Film „A Seperation“ (dt. „Nader und Simin – Eine Trennung“) gewann den Oskar stattdessen. Das ist das zehnte Mal, dass Israel unter den fünf besten ausländischen Filmen nominiert ist und am Ende doch leer ausgeht. Der israelische Filmregisseur Joseph Cedar kehrt zum zweiten Mal ohne einen Oskar nach Israel zurück. Das israelische Team, das zwei Reihen hinter den Iranern saßen, stand auf und gratuliert den Kulturrivalen. Die Israelis und die Iraner haben sich gut verstanden und Kontakte wurden geknüpft. Obwohl eine politische Dankesrede befürchtet wurde, sagte der iranische Regisseur Asghar Farhadi (siehe Bild) auf der Bühne: „Gerade in Zeiten des Konflikts, wo Einschüchterung und Aggression unter Politikern herrscht, wollen wir hier die herrliche Kultur des Iran vorstellen. Eine antike und reiche Kultur, die vom schweren Staub der Politik verdeckt wurde.“ Es ist der erste Oskar in der Geschichte des iranischen Kinos. Der schwarz-weiss-Stummfilm „The Artist“ war der Gewinner des Abends und erhielt fünf der begehrten Trophäen.
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  Mittwoch, 22. Februar 2012
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Armee verhindert Terrorattacke an der Grenze zu Ägypten

Bodentruppen der israelischen Armee haben in der Nacht zum Dienstag einen gefährlichen Sprengkörper an der Grenze zwischen Israel und Ägypten entdeckt. Sie wurde mithilfe eines Bombenentschärfungsroboters unschädlich gemacht. Dem unbekannten Bombenleger gelang es, die Bombe in einer Tasche am Kerem Schalom Grenzübergang über den Zaun zu werfen und danach zu fliehen. Der Sprengkörper befand sich an der Art Gürtel, den Selbstmordattentäter benutzen. Die Bombe sollte Soldaten, die die Grenze nach Schmugglern absuchen, treffen. Nach näherer Untersuchung des Sprengkörpers stellte sich heraus, dass sie mit einer Fernzündung, die mit dem Handy ausgelöst werden kann, ausgestattet war. Das Militär hat die Überwachung an diesem Teil der Grenze verstärkt.
Nach den schrecklichen Terroranschlägen an der Grenze zu Ägypten im August 2011, bei denen acht Israelis um Leben kamen und 40 verletzt wurden, ist die Armee besonders wachsam. In Folge des versuchten Attentats vom Dienstag patroullieren Soldaten das Gebiet vermehrt mit gepanzerten Fahrzeugen.

Vielen Dank für Ihre Spenden!

Dank Ihrer engagierten Hilfe konnte ein Team von Israel Heute am Dienstag hunderte israelische Soldaten bei ihrem harten Training eine Freude machen. Dafür reisten wir in den Süden Israels nach Zeelim, wo gerade die Panzertruppen der Reservesoldaten Übungen absolvieren. Neben den liebevoll gepackten Soldatenpaketen mit Gutscheinen der Cafékette Aroma für einen Kaffee oder ein Croissant, wurden die Soldaten von unseren Mitarbeitern mit Getränken und Gebäck versorgt. In Hinblick auf das bevorstehende Purimfest (08.03.) wird Israel Heute noch mehr Soldatenpakete verteilen. Soldaten, die im Ernstfall ihre Familien allein zurücklassen und zum Einsatz an der Front antreten, verdienen Zuspruch und Hilfe. Darum spenden Sie weiter und erwärmen Sie die Herzen der Soldaten bei ihrem wichtigen Dienst fernab ihrer Lieben. Für die Bestellung eines Soldatenpakets Klicken Sie hier!

Umweltgruppe: „Regierung versagt beim Schutz des Meeres“

Einem Bericht der Umweltschutzgruppe Zalul zufolge setzt sich die Regierung nicht ausreichend für den Schutz des Meeres ein. Die Staatsführung wird angeklagt nur Rücksicht auf Unternehmer und die Industrie, sowie Öl-und Erdgasgesellschaften zu nehmen, jedoch dabei die Umwelt zu vergessen. „Das Meer ist das am meisten vernachlässigte Gebiet im Land“, so die Gruppe. Das Umweltschutzministerium ließ nach der Veröffentlichung des Berichts verlauten, dass umgerechnet 4,4 Millionen Euro im Budget fehlen. Auch hinterfragte die Umweltorganisation die derzeitige Situation der Entsalzungsanlagen an der Küste und ihr Mitschulden am Rückgang des Fischbestandes des Mittelmeers. Zalul schlägt vor, einen Notfallplan für den Fall eines Öllecks, vergleichbar mit dem vor der Küste des Golfs von Mexiko im Jahr 2010, zu entwickeln. Auch sollen Ölgesellschaften verpflichtet werden, die volle Verantwortung für jegliche Umweltschädigungen zu tragen. Darüber hinaus schlug die Umweltgruppe vor, ein akademisches Mittelmeer-Forschungszentrum zu etablieren.

Antisemitischer Comic in Argentinien

Jüdische Vereinigungen wandten sich gegen einen Comic namens „FieSSta”. Das antisemitische Machwerk stammt von Gustavo Sala und erschien in der argentinischen Zeitung Pagina/12. Nachdem unter anderen auch das Simon Wiesenthal Zentrum protestiert hatte, veröffentlichte die Zeitung schließlich auf ihrer Webseite eine Entschuldigung. Hauptfigur des Comics ist der DJ David Gueto, eine Karikatur des französischen DJs David Guetta. Er spielt Musik in einem Konzentrationslager. Die Häftlinge wollen nicht tanzen, denn es gäbe nichts zu feiern. Sie sagen zu Gueto: „Weißt du, dass sie uns in Gaskammern ermorden und dann Seife aus uns machen?“ Da tritt Adolf Hitler auf. Er überredet sie, doch zu tanzen, denn „Das Leben ist kurz!“ Hitler wendet sich an den Discjockey mit den Worten: „Wenn sie entspannt sind, wird die Seife besser.“ Der Vizepräsident von B’nai B’rith International, Daniel S. Mariaschin erklärte: „Dieser Comic ist mehr als nur beleidigend – er ist beängstigend.“ Er verkörpert den unverhohlenen Antisemitismus, wie er auch im Jahr 2012 noch in der ganzen Welt existiert“, erklärte. Lesen Sie mehr über die öffentliche Diffamierung der Juden in der neuen Märzausgabe des Israel Heute-Magazins. Wir bringen, was andere weglassen! Zum Bestellen des Magazins oder der Online-Version Klicken Sie hier!

Kurznachrichten

+ Ein Komitee der Knesset arbeitet ein Gesetz aus, wonach die arabischen Staaten aufgefordert werden können, an die Juden, die nach Israels Staatsgründung aus den arabischen Ländern vertrieben wurden, für ihen Besitz, den sie als Flüchtlinge zurücklassen mussten, eine Entschädigung zu verlangen.
+ Der Gründer des Internationalen Medienpreises, Karlheinz Kögel,erhielt hunderte Zuschriften, die dagegen protestierten, dass der lutherische Pastor von Bethlehem, Mitri Raheb, am Freitag den Medienpreis erhalten soll. Raheb leugnet das Existenzrecht Israels, für ihn sind die Palästinenser die rechtmäßigen Erben des biblischen Israels. Das heutige Israel sieht er als das in der Bibel bezeichnete Rom.
+ Der palästinensische Häftling Adnan beendete nach 66 Tagen seinen Hungerstreik, nachdem das Oberste Gericht ein Kompromissurteil aussprach. Er soll am 17. April freigelassen werden, wenn bis dahin nicht neue Straftaten bekannt werden. In der palästinensischen Welt wird Adnan als Held und Gewinner gefeiert.
+ Die Schülerkriminalität nahm an Israels staatlichen Schulen drastisch ab. Im Schuljahr 2011 wurden gegenüber dem Vorjahr 26 Prozent weniger Straftaten gemeldet.

Das Wetter

Sonnig. Die Temperaturen steigen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 20 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -212,59 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
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Israel zum Westen: „Wir sind für unsere Zukunft verantwortlich!“

Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich am Montag zu den zahlreichen internationalen Aufforderungen an Israel, nicht im Iran anzugreifen, geäußert. „Israel ist für Entscheidungen bezüglich der Zukunft des Staates selbst verantwortlich“, so Barak. Internationale Politiker sind der Meinung, die Sanktionen gegen den Iran bräuchten noch Zeit bis sie in Kraft treten – dies aber könnte für Israel zu lange dauern. Trotzdem waren die Gespräche mit dem eigens dafür angereisten US-Sicherheitsberater der Obama-Regierung, Tom Donilon, „umfangreich und alle Themenbereiche des neuen Nahen Ostens miteinbeziehend“. Ferner wurde vom Weißen Haus in Washington mitgeteilt, dass sich Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Präsident Barack Obama am 5. März dort treffen werden. Der Iran treibt derweil sein Nuklearprogramm voran.
Am Montag fand ein großes iranisches Test-Raketenmanöver statt, um die atomaren Anlagen bei einem Luftangriff schützen zu können. Sie nannten diese Militäraktion „die Rache Gottes“. Am selben Tag traf auch eine Delegation der Internationalen Atomenergie Organisation in Teheran ein. Eines mehrseitigen Berichts der New York Times vom Montag zufolge, zweifele man an dem Erfolg eines israelischen „chirurgischen Angriffs“ im Alleingang. „Israels Piloten müssten mehr als 1.500 Kilometer über feindlichem Luftraum fliegen, in der Luft auftanken, die iranischen Flugabwehrraketensysteme (siehe Bild) überwältigen und zahlreiche unterirdische Atomanlagen angreifen. Dazu müssten nicht weniger als 100 Kampfflieger im Einsatz sein“.

Busse am Schabbat in Tel Aviv?

Die Stadtverwaltung der Mittelmeermetropole Tel Aviv unter der Leitung von Bürgermeister Ron Huldai will öffentliche Busse am heiligen Ruhetag, dem Schabbat, zulassen. Dafür wird noch auf die Bewilligung des Verkehrs- und Innenministeriums gewartet. Solle dies von der Regierung genehmigt werden, wäre es für Israel ein revolutionärer Schritt, da seit der Staatsgründung keine öffentlichen Busse am Schabbat fahren, so wie auch die Fluggesellschaft EL AL nicht fliegen darf. Tamar Sandberg, ein Mitglied des Tel Aviver Stadtvorstands, schlug diese Neuerung vor, die sich auf eine Umfrage, wonach 63 Prozent der Tel Aviver dafür stimmen, stützt. Es soll auch das Parkproblem in der Innenstadt am Schabbat lösen. Bürgermeister Huldai unterstütze sie in ihrem Vorhaben, so hieß es. Der religiös-orthodoxe Sektor ist empört und stemmt sich gegen den Vorschlag. Knessetmitglied Mosche Gafni sagte es sei eine „populistische und frevelhafte Entscheidung“. Sie werden alles tun, das Busverbot am Schabbat nicht aufzuheben. Das Verkehrsministerium ließ schon verlauten, es habe nicht vor, den derzeitigen Schabbat-Status zu ändern. Tel Aviv reagierte so: „Wer am Schabbat nicht einsteigen will, muss nicht“.

Yair Lapids Wahlkampagne hat begonnen

Yair Lapid (49), der vor über einem Monat vom Fernsehmoderator zum Politiker wurde, gab Ende letzter Woche seine politische Agenda bekannt. Er hatte Kanal 2 verlassen, um bei den nächsten Knessetwahlen mit einer neuen Zentrumspartei zu kandidieren. „Schaut euch an, wie die orthodox-sephardische Schass Partei die gesamte Nation mit nur elf Knessetsitzen um den kleinen Finger wickelt“, sagte Lapid in Eilat. Als Sohn des verstorbenen Politikers Josef Tommy Lapid und der Schriftstellerin Schulamit Lapid folgt er der politischen Linie seiner Eltern - säkular, zentral und eher nach rechts tendierend. „Wir müssen uns fragen, wem dieses Land gehört? Seit Wochen denke ich darüber nach. Dieser Staat ist nicht Eigentum der reichen Magnaten, Lobbyisten und Steinewerfer [Anm. d. R.: Hügeljugend], die auf Militäroffiziere oder Politiker zielen, die ihre wahre Aufgabe vergessen haben. Wir alle wissen, dass dieser Staat zermürbt ist und unternehmen nichts!“ fügte Lapid, der auch als Schriftsteller erfolgreich ist, hinzu. Ein Großteil der israelischen Bevölkerung aus der säkularen und traditionellen Bevölkerungsschicht sieht in Lapid einen neuen Hoffnungsträger für das Volk. Die regierende Likud-Partei, die Kadima-Partei und die sozialistische Arbeiterpartei stehen seiner Kandidatur skeptisch gegenüber. Gemäß jüngster Umfragen wird Lapids neue Partei nach den Wahlen zahlreiche Knessetsitze für sich beanspruchen können.

Reaktionen nach Vandalismus am Jerusalemer Baptistenhaus

Die Nachricht vom Montag, dass das Baptistenhaus in Jerusalem von unbekannten Tätern mit gotteslästerlichen Graffitis beschmutzt wurde, hat viele Reaktionen hervorgerufen. Die Kirche ist bekannt dafür, den Judenstaat immer unterstützt zu haben. Pfarrer Chuck Kopp erzählte, wie der Rabbiner der Synagoge auf der gegenüberliegenden Straßenseite am selben Tag mit einem Blumenstrauß vorbeikam und einen Brief brachte, der dem Gotteshaus die Solidarität und Freundschaft der jüdischen Gemeinde versichern soll. Auch eine Nachbarin der Kirche kam mit ähnlicher Nachricht und sagte, sie schäme sich für die Tat. Überdies besuchte auch der Berater für Innere Sicherheit des Staates Israel, Dr. Moti Zaken, den Ort des Geschehens. „Er entschuldigte sich im Namen der Bürger Israels“, und versprach, die Täter zur Verantwortung zu ziehen, so Pfarrer Kopp. Das Oberhaupt der Baptisten in Israel, Herbby Geer, sagte: „Israel steht immer konsequent auf Seite der Minderheitsgruppen [der Christen] in der israelischen Gesellschaft.

Kurznachrichten

+ Das neue Ägypten fordert von Israel ein neues Friedensabkommen. Dagegen aber sträubt sich Israel, denn der bisherige Friedensvertrag war 30 Jahre lang ausreichend. Israel fragt sich, warum ein neues Abkommen her soll, wenn es doch von der neuen ägyptischen Regierung, den israelfeindlichen Moslembrüdern, wieder gebrochen wird.
+ Israels Oberstes Gericht behandelt die Strafakte des palästinensischen Häftlings Adnan, der nun schon 65 Tage im Hungerstreik ist und in der Klinik von Safed medizinisch versorgt wird. Der 33-Jährige ist eines der Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Dschihad, von denen 300 in israelischer Haft sind.
+ Staatspräsident Peres stattete der Stadt Nazareth einen offiziellen Besuch ab. Dabei wurde er unter anderem auf der Straße von israelischen Arabern beschimpft, die, obwohl sie Mitglieder der Balad-Partei in der Knesset sind, bei Peres‘ Ankunft Palästinenserfahnen schwangen und „Es lebe Palästina“ riefen.

Das Wetter

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80 Prozent glauben in Israel an Gott

Acht von zehn Juden in Israel glauben an Gott, 77 Prozent an eine höhere Gewalt, die die Welt lenkt, und 72 Prozent an die Kraft des Gebets. Dieses und mehr veröffentlichte das Guttmann-Zentrum des Israel-Demokratie-Instituts in seinem jüngsten Bericht. Es ist faszinierend, wie das Volk sich alle Jahre mit dieser Frage beschäftigt. Die Thematik „Gott, Glauben und Religion“ ist aus dem politischen Staatswesen Israels nicht wegzudenken. Ob es uns gefällt oder nicht - biblische und göttliche Werte bestimmen die politischen Entwicklungen in Land und Region mit. Das muss nicht unmittelbar von Israels Politikern ausgehen, aber es geschieht. Und der Grund dafür liegt auf der Hand: Israels Existenz basiert auf biblischer Geschichte. So kommt es, dass die Bibel (und damit Gott selbst) im Nahostkonflikt eine Hauptrolle spielt. Die mittlerweile 20 Jahre alten Osloer Friedensverhandlungen haben letztlich nichts erbracht. Darüber sind sich Links und Rechts im Grunde einig. Das frustriert. Es gibt den Menschen zu verstehen, dass es auf politischer Ebene so gut wie keine Chance auf Frieden gibt. Also sucht das Volk woanders nach Hilfe. Lesen Sie mehr zu diesem interessanten Thema in der neuen Märzausgabe des Israel Heute-Magazins. Wir bringen, was andere weglassen! Zum Bestellen des Israel Heute-Magazins oder der Online-Version

Terrorangriffe auf israelische Diplomaten in Neu Delhi und Tbilisi

Die israelische Regierung beschuldigt die vom Iran gesteuerten Hisbollah-Terroristen, Bombenanschläge auf israelische Botschaften verübt zu haben. In New Delhi, Indien, und in Tbilisi, Georgien, wurden am Montag, einen Tag nach dem vierten Jahrestag der Tötung des Vizeführers der Hisbollah, Imad Mughniyah, die Fahrzeuge der israelischen Botschaften angegriffen. In Indien wurde die israelische Diplomatenfrau Tal Jehoshua-Koren (siehe Bild) mittelschwer verletzt. Als sie an der Ampel stand, klebte ihr ein vorbeifahrender Motorradfahrer eine Bombe an die Autotür. Es handelte sich dabei um eine Magnetbombe, die für das Versenken von Schiffen verwendet wird.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte daraufhin, dass dies noch kein Grund sei, Kampfflugzeuge in den Iran zu schicken, aber das Botschaftspersonal müsse besser beschützt werden. Es dürfe nicht zum Terrorkrieg kommen, so Netanjahu. Auch die indische Polizei sieht den Iran als Hauptverdächtigen der Tat an. Am gleichen Tag gelang es, dank der Wachsamkeit eines gregorianischen Diplomatenchauffeurs, eine andere entdeckte Autobombe neben dem israelischen Konsulat in Tbilisi zu entschärfen. Die Versuche des Mullah-Regimes, israelische und jüdische Stätten im Ausland zu terrorisieren, häufen sich. Im letzten Monat gab es Bemühungen, den israelischen Botschafter Lotem in Aserbaidschan zu töten, was aber im letzten Moment verhindert werden konnte. Israel warnt nun alle reisenden Israelis mit Sondervorschriften und rät, besonders wachsam zu sein und sich vorsichtig und unauffällig zu bewegen. Hochrangigen Offiziere der israelischen Armee wurde empfohlen, ihre Hotelzimmer nicht auf ihren Namen zu reservieren.

Wettervorschau für das Wochenende: Schnee in Jerusalem?

Es scheint, als war es zu früh, den Schal und Winterjacke in den Schrank zu hängen. Obwohl die letzten Tage das Land mit zahlreichen Sonnenstunden erhellten und der Frühling schon so nah schien, sehen die Meterologen Schnee voraus. Höchstwahrscheinlich wird es am bevorstehenden Schabbat, dem 18.2., in Jerusalem und den über 700-Meter hohen Bergen des Nordens schneien. Dies wäre das erste Mal Schnee in Jerusalem in diesem Jahr. In der Zwischenzeit füllt sich der See Genezareth fast täglich um einen Zentimeter. Derzeit liegt der Wasserpegel bei -212,88. Es kam schon vor, dass 60 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Jordanfluss in den See Genezareth flossen. Dazu kommt noch das Schmelzwasser, das in den nächsten Wochen vom Hermonberg herunterströmen wird. In Jerusalem fielen seit Winteranfang 367 Milimeter Niederschläge (60 Prozent vom Durchschnitt), in Haifa 520 Milimeter (95 Prozent vom Durchschnitt) und in Beerscheva nur 75 Milimeter, was 35 Prozent der durchschnittlichen Niederschläge im Winter ausmacht.

Kurznachrichten

+ Seine antisemitischen Äußerungen über „Israels Kackpolitik“ kosteten dem Mitglied der Piraten-Partei Kevin Barth (22) seinen Posten. Er trat vom Amt als Kreisvorsitzender in Heidenheim zurück und entschuldigte sich für die Formulierung. Auch der Kreisverband der Piraten bezog öffentlich Stellung: „Wir stellen hiermit ausdrücklich klar, dass Antisemitismus und Rassismus weder in der Piratenpartei noch generell in einer Demokratie einen Platz haben“.
+ Die jordanische Botschaft in Tel Aviv ist seit zwei Jahren ohne Botschafter und König Abdullah II. erklärte, dass er trotz Friedensvertrag mit Israel auch vorläufig keinen Botschafter nach Israel senden wird, denn dies lässt der aufgewühlte Nahe Osten jetzt nicht mehr zu. Dennoch ist das politische Verhältnis zwischen Israel und Jordanien relativ gut.
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Israel und Deutschland kooperieren im Südsudan

Der deutsche Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel (FDP), traf sich am Donnerstag mit dem israelischen Vize-Außenminister, Danny Ayalon, in Israel. Grund der Zusammenkunft ist die Thematisierung der Möglichkeiten gemeinsamer Hilfsprojekte und der territorialen Zusammenarbeit im Südsudan. Bereits seit einiger Zeit gibt es zwischen beiden Staaten ein gemeinsames Projekt zur Erhaltung des Victoriasees. Chaim Koren ist der nicht-residierende israelische Botschafter im neuen UN-Mitgliedsstaat Südsudan und wird regelmäßig aus Israel dorthin reisen. Das Projekt am Viktoriasee soll allen angrenzenden Ländern dabei helfen, diese Wasserquelle zu nutzen. „Die internationale Hilfe aus Israel und Deutschland ist eine der wichtigsten diplomatischen Chancen, um die Beziehungen zu Deutschland und einem Drittland weiter auszubauen. Aus dieser Zusammenarbeit ergibt sich zudem das Potential, dass die israelische Infrastruktur auch anderen Ländern nützlich sein kann“, sagte sich der israelische Minister bei dem Treffen.
Im vergangenen Sommers reisten beide Minister bereits nach Kenia, um sich vor Ort ein Bild des Projekts zur Erhaltung des Viktoriasees zu machen. Im Gespräch sagte Ayalon: „Israel hat sich in Bezug auf Bewässerungssysteme und Landwirtschaft in Wüstengebieten sowie der Nutzung alternativer Energiequellen bereits einen Namen gemacht und kann fundamentale Impulse für die zukünftige Entwicklung geben.“ Auch Deutschland wurde von Israel für die Unterstützung und ihre Zusammenarbeit mit der Palästinensischen Autonomiebehörde gelobt. Israel sei auch hier stets bereit, mitzuhelfen.
Im Anschluss des Treffens mit Niebel flog Ayalon nach München, um an dem Sicherheitskonferenz MSC (Munich Security Conference) bezüglich der internationalen Zustimmung zur Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran teilzunehmen. Dort werden neben anderen Gästen auch die Außenminister von Ägypten, Spanien, Frankreich, Afghanistan, Australien und die Verteidigungsminister von Italien und Singapur, sowie der UNO- und NATO-Generalsekretär und BND-Oberst von Deutschland, erwartet.

Neue Umfrage: Nur ein Drittel der Palästinenser für Zwei-Staaten-Lösung

Bei einer Umfrage wurden 1.010 Palästinenser über 18 Jahren aus dem so genannten Westjordanland und dem Gazastreifen in ihrer Muttersprache, Arabisch, interviewt. Diese Studie wurde von Stanley Greenberg und dem Palästinensischen Zentrum für Öffentliche Meinung (Palestinian Center for Public Opinion) mit Sitz in Beit Sahur durchgeführt.
Nur 34% der Befragten stimmen einer „Zwei-Staaten-Lösung“ zu. 61% sind dagegen. 66% sagen offen, dass sie zwar das nahe Ziel der „Zwei-Staaten-Lösung“ favorisieren, aber danach soll es nur noch einen Staat, den Palästinenserstaat (d. h. ohne Israel), geben. Bei der Frage zur Rolle Jerusalems antworten 92% der Befragten, sie sei die alleinige Hauptstadt Palästinas. Nur 3% sprechen sich für eine vereinte Hauptstadt beider Seiten aus, 4% für den Status einer neutralen internationalen Stadt. 72% bestätigen die Verleugnung der tausendjährigen jüdischen Geschichte Jerusalems, 62% befürworten die Entführung israelischer Soldaten und 53% begrüßen das Erlernen von Liedern über Judenhass in palästinensischen Schulen. Allgemein stimmen 65% der Palästinenser für Gespräche mit Israel und 20% wählen das Gegenteil, die Gewalt. Auf die Frage, was Abbas’ oberste Priorität sein soll, so meinen 83%: die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Kurznachrichten

+ In Jaffo versammelten sich Israelis, meist Juden, die irgendwann einmal aus Syrien in Israel eingewandert sind, um ihre Solidarität mit der syrischen Opposition, die von Assads Regime niedergeschossen wird, zum Ausdruck zu bringen.
+ Ein französischer Tourist fuhr mit seinem Mercedes in Israel nachts auf der Autobahn Nr. 6 mit einer Geschwindigkeit von 199 Km obwohl dort nur 100 erlaubt sind. Ihm wurde der Führerschein abgenommen und er musste 4.000 Euro zahlen.
+ Israels zwei IKEA Warenhäuser, in Netanya und Rishon LeZion, machten im letzten Jahr einen Umsatz von 555 Mio. NIS, das sind umgerechnet 120 Mio. Euro. Doch die IKEA Artikel sind in Israel um 50 bis 150 % teurer als in Deutschland. Nun soll ein 3. IKEA Warenhaus in der Nähe von Haifa eröffnet werden. +

Schabbat-Lesung

Die Wochenlesung zu unserem Schabbat „Jithro“ ist aus 2. Mose 18,1 bis 20,26 und Jesaja 6,1-7; 7,1-6; 9,5-6. Die Lesung Jithro ist eine der sechs Paraschot (Wochenabschnitte), die Personennamen tragen: Noah, (Chaje) Sarah, Jitro, Korach, Balak und Pinhas. Unsere Parascha trägt den Namen eines Heiden, der noch dazu ein Priester Midians war – aber er war auch Moses Schwiegervater. Dieser wichtige Thoraabschnitt, der die Grundlagen jüdischen Glaubens abhandelt, den Kern der Thora, die Gesetzgebung am Berg Sinai mit den Zehn Geboten, trägt den Namen eines Heiden!? Dies weist ein weiteres Mal – so sagen Rabbiner – auf die Verbindlichkeit des Wortes Gottes für alle Völker hin.
Darin lesen wir: „Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst“ (2.Mose 19,6) und das Schabbat-Gebot in Kapitel 20: „Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und Er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn“. SCHABBAT SCHALOM!
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Zu den vollständigen Nachrichten, hier klicken. Mittwoch, 8. Februar 2012
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Generalstreik in Israel

Trotz intensiver Verhandlungen bis weit nach Mitternacht wurde keine Einigung erzielt. Am Mittwochmorgen wurde landesweit zu einem Generalstreik aufgerufen. Der Finanzminister Yuval Steinitz und der Vorsitzende der Gewerkschaft Histadruth, Ofer Eini, konnten keine Übereinkunft bezüglich der Forderungen der Gewerkschaft treffen. Vor allem in Bezug auf den Einsatz von Leiharbeitern bleiben unüberwindbare Differenzen bestehen.
Das Finanzministerium bietet im Bereich Lohnerhöhungen und Sozialleistungen für die in der Reinigung beschäftigten Arbeiter umgerechnet weitere 40 Millionen Euro an. Die Gewerkschaft jedoch verlangt bedeutend mehr. Daher treten ab Mittwoch alle staatlichen und lokalen Behörden und Dienste im Land in den Streik, wie z. B. Stadtverwaltungen, Regierungsbüros, die Nationale Versicherungsbehörde und auch Krankenhäuser stehen nur im Schabbat-Status, für Notfälle, zur Verfügung. Auch am Hafen, in Museen, Theater, Banken, Postämtern, an der Börse und im Zugverkehr wird gestreikt. Der internationale Flughafen Ben Gurion liegt bis 12 Uhr mittags am Mittwoch lahm. Viele der geplanten Flüge konnten noch auf die Zeit vor 6 Uhr morgens vorverlegt werden, der Rest wird nach Angaben erst nach 12 Uhr abgefertigt. Die Buslinien in den Städten fahren reduziert. Der Schaden pro Tag beträgt Berechnungen zufolge umgerechnet bis zu 450 Millionen Euro.
Nun droht auch Israels Oberster Generalstabschef ab 1. April mit Streik. Obwohl die Regierung dem Militär zusätzliche 600 Millionen Euro zusagte, fordert die Militärführung 800 Millionen Euro mehr, um den gegebenen Anforderungen gerecht werden zu können.

Einweihung des Israel Heute-Waldes zum Neujahrsfest der Bäume!

Am Mittwoch wird in Israel das Neujahrsfest der Bäume, hebräisch: Tu BiSchwat, gefeiert. Im jüdischen Kalender ist dies der 15. Tag im jüdischen Monat Schwat. Aus diesem Anlass pflanzt der Jüdische Nationalfonds Keren Kajemet Le’Israel (KKL) heute landesweit Bäume. Die perfekte Zeit, um den Israel Heute-Wald einzuweihen. Der verheerende Großbrand auf dem Karmelberg im Dezember 2010 kostete 44 Menschen das Leben und verwandelte wunderschöne grüne Waldflächen in schwarze Baumskelette. Sie, liebe Israel Heute-Leser sind unserem Spendenaufruf gefolgt und dank Ihnen wird am Donnerstag (morgen), den 9. Februar, der Israel Heute- Wald in der Nähe des Karmelbergs eingeweiht. Keren Kajemet Le’Israel (KKL) pflanzte schon Tausende von Kiefern, und jetzt haben wir einen dieser namenlosen Wälder mit ihren Spendengeldern erworben. Der Wald von Israel Heute befindet sich im Ramot Menasche zwischen dem Kibbuz Ein Haschofet und Juara und umfasst eine Fläche von 50.000 m². In der Brandzone direkt auf dem Karmelberg wird im Namen anderer Spender aufgeforstet. Diese Wälder waren schon vor dem Brand diesen gewidmet und werden wieder rehabilitiert. Weil es uns aber wichtig war einen eigenen Wald zu haben, der unseren Lesern gewidmet ist, entschieden wir uns für den Wald in der Nähe des Kibbuz. Sie sind alle herzlich zur Waldeinweihung am Donnerstag um 10 Uhr eingeladen! Diesen Wald haben wir Ihnen zu verdanken und dieser Wald gehört Ihnen. Wenn Sie noch nicht Teil dieses wunderbaren Projektes sind, ist das Ihre Chance! Bitte helfen Sie, den Wald in Israel weiter aufzuforsten! Klicken Sie hier!Wegbeschreibung: Nehmen Sie die Straße Nr. 70 (A6) von Zichron Jaakov in Richtung Jokneam. Bei der Kreuzung Eljakim fahren Sie rechts auf der A672 Richtung Ein Haschofet.

Koexistenz pflanzen

Der Bürgermeister von Efrat, Oded Revivi, und der Muchtar des palästinensischen Dorfes Al Khader, George Abu Taleb, pflanzen an der gemeinsamen Straße, die die Gemeinden verbindet, einen Baum anlässlich des Neujahrsfests der Bäume, Tu BiSchwat.

Nach 44 Jahren: Israelischer Offizier trifft gerettete Palästinenserin

Ein Kreis schloss sich, als sich der Israeli, Hesi Eres (75), und die Palästinenserin Marjam Jassin wiedersahen. Vor 44 Jahren, während des Sechs-Tage-Krieges im Juni 1967, rettete Hesi das Leben der Palästinenserin. Jassin wurde damals als 15-Jährige im Dorf Anin durch Artilleriefeuer schwer verletzt, Eres war der Befehlshaber vor Ort. „Ich sah, wie kritisch es um sie stand und sorgte umgehend für ihren schnellen Abtransport in das Krankenhaus Hillel-Jaffe. Ich war damals ein junger Offizier im Reservedienst der israelischen Armee“, erzählte der Tel Aviver bei dem Treffen mit Jassin in dem arabischen Ort Um el Fahem am Dienstag. Sein heldenhaftes Handeln schenkte ihm viel Sympathie in Marjams palästinensischer Familie. Vor wenigen Tagen erst erzählte Jassin seinem Sohn zum ersten Mal von seinem Erlebnis. Dieser versuchte sofort, ein Treffen der beiden zu arrangieren. Mithilfe der arabischen Zeitung Al-Masar wurde Jassin ausfindig gemacht. Eres ist niemand, der für sein Handeln Ehre sucht, aber er sagt: „Ich freute mich sehr zu hören, dass Marjam noch lebt. Am Ende sind wir doch alle nur Menschen.“ Jassin, die noch immer in ihrem Geburtsort wohnt, hat heute neun Kinder und 26 Enkelkinder. Sie hätte nie gedacht, dass sie ihren Lebensretter noch einmal sehen würde. „Ich werde es ihm nie vergessen, dass er mein Leben gerettet hat und würde auch für ihn mein Leben geben. Alle meine Kinder wissen, dass ich einem Juden mein Leben zu verdanken habe“, lobte sie ihren ‘Helden’. Weiter fügte sie hinzu, dass sie an eine Koexistenz zwischen beiden Völkern und an Frieden glaube und ihr Haus immer für Eres’ Familie offen stehe.

Das Wetter

Teils heiter, teils bewölkt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 8 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -212,97 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern einen gesegneten Tag aus Jerusalem, der vom Allmächtigen erwählten Stadt und ewigen Hauptstadt Israels!
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Der Israel Heute-Wald wurde eingeweiht!

In einer feierlichen Zeremonie wurde am Donnerstag, den 9.2.2012, der Israel Heute-Wald in Ramot Menasche zwischen dem Kibbuz Ein Haschofet und Juara eingeweiht. Die 50.000 m²-große Waldfläche wurde von den Israel Heute-Lesern aus Liebe zu Israel und zur Aufforstung des israelischen Waldes, insbesondere nach der Karmel-Brandkatastrophe 2010, gespendet.
Die Einweihung fand im Beisein eines Vertreters des Jüdischen Nationalfonds KKL, Eran Savdi, einem Team der Israel Heute-Redaktion und dem Fernsehteam von Israel-Heute-TV aus Deutschland statt. Der Chefredakteur von Israel Heute, Aviel Schneider, sprach einen Segen und dankte allen treuen Spendern und lud sie ein, „ihren Wald“ zu besichtigen. „In Erde zu investieren, ist heutzutage nicht der neuste Trend, doch wir dürfen nicht vergessen, dass der Mensch (hebräisch: Adam) und die Erde (hebräisch: Adama) von derselben Wortwurzel her stammen. Der Mensch kommt aus der Erde, so steht es im 1. Buch Mose, 2“. Darüber hinaus betonte Schneider, dass „die Freunde Israels im Ausland dem israelischen Boden heute neues Leben hineingehaucht haben“. Der Vertreter von KKL Savdi, selbst ein langjähriger Leser von Israel Heute, sprach auf Deutsch von der „geistlichen, inspirierenden sowie finanziellen Unterstützung der Leser, die zionistisch sind und mit ihrem Glauben stark hinter Israel stehen“. Er fügte jedoch hinzu, dass es heute nicht leicht sei, diese Stellung in der Welt, und besonders in Europa, zu vertreten. Mit den Worten „der Jüdische Nationalfonds, der in diesem Jahr 110-jähriges Bestehen feiert, dankt jedem einzelnen Leser“ beendete er seine Ansprache. Abschließend wurden vier Kiefern vom Israel Heute-Team vor Ort eingepflanzt.
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Verborgene Schriftrollen in Afghanistan entdeckt

Wer hätte gedacht, dass es vor tausend Jahren in Afghanistan eine florierende jüdische Gemeinde gab? Jetzt erregten in einer Höhle gefundene Schriftrollen großes Aufsehen in der jüdischen Welt. Das israelische Fernsehen Kanal 2 strahlte einen Bericht des Arabisten Ehud Ja’ari aus. „Es handelt sich um einen beispiellosen Fund“, sagen Experten. Während der Kampfhandlungen mit den Taliban wunderten sich einheimische Dörfler über Füchse, die in der Nähe der Höhlen von Samangan herumschnüffelten und gruben. Da geschah es: Im Tal Jussuf Dera entdeckte man in einer Höhle jüdische Handschriften aus dem Mittelalter. Glaubt man den Forschern, so handelt es sich um den bedeutendsten Fund seit der Genisa-Schriftenkammer der alten Synagoge „Ben Esra“ in Fustat, dem antiken Kairo, Ende des 19. Jahrhunderts. Die Paschtu-Provinz Samangan liegt ungefähr 3500 Kilometer von Kabul entfernt. Die Gegend ist reich an antiken Ruinen. Leider ist dort die Kriegsgefahr noch nicht gebannt. „Wir wissen von 150 Fragmenten“, sagte Haggai Ben Schammai (siehe Bild), der akademische Leiter der Nationalbibliothek. „Es kann aber sein, dass das nur die Spitze eines Eisbergs ist. Wir hörten schon von dieser Höhle, aber nie wurde sie gefunden. Wir sprechen hier über einen in der jüdischen Geschichte einzigartigen Fund.“ Lesen Sie mehr zu diesem interessanten Thema in der neuen Märzausgabe des Israel Heute-Magazins. Wir bringen, was andere weglassen! Zum Bestellen des Israel Heute-Magazins oder der Online-Version Klicken Sie hier!

Kurznachrichten

+ Die Knesset genehmigte sich einen Tag vor Streikbeginn eine Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent, so dass ein Abgeordneter nun 40.891 NIS bekommt, das sind umgerechnet 8.200 Euro pro Monat. Im letzten Monat betrug das Durchschnittsgehalt eines normalen Israeli im Monat 8.571 NIS brutto, das sind umgerechnet 1.770 Euro.
+ Gershon Salomon, der Aktivist für den Bau des Tempels, dem 1990 wegen Gefahr des Aufruhrs das Betreten des Tempelplatzes verboten wurde, darf auch weiterhin nicht den Tempelplatz betreten, urteilte das Oberste Gericht. Viele Israelis sind über dieses Urteil empört, denn fanatische Moslems dürfen auf dem biblisch-jüdischen Tempelplatz beten, aber jüdische Gläubige dürfen ihn nicht einmal betreten.
+ Die Mitteilung, dass Mitri Raheb, der evangelische Pfarrer von Bethlehem, am 24. Februar von Deutschland den diesjährigen Medienpreis erhält, ruft in Israel und bei vielen namhaften Persönlichkeiten in Deutschland Empörung hervor. Mitri Raheb lehrt, dass die Juden kein Recht haben, Israel zu vertreten, dazu wären allein die Palästinenser befugt. Bundespräsident Christian Wulff soll bei der Preisverleihung die Laudatio für Raheb sprechen.
+ Norwegen, für seine anti-israelische Haltung bekannt, wird nun wohl das erste Land sein, das völlig „judenrein“ sein wird, denn Norwegens letzte 819 Juden verlassen wegen ständiger Angriffe auf ihre jüdischen Einrichtungen das Land.
+ Der französische Präsident Nicolas Sarkozy empfing in Paris den Israeli Gilad Schalit, der mehr als fünf Jahre von Palästinensern verschleppt war und den Israel auch mit diplomatischer Hilfe von Sarkozy für 1027 palästinensische Häftlinge freikaufen konnte.
+ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu pflanzte zum Tu BiSchwat, dem Neujahrsfest der Bäume, bei Beerschewa einen Baum des Friedens.
+ Zum 63. Geburtstag von Israels Parlament, der Knesset, der gemäß dem jüdischen Kalender immer auf Tu BiSchwat fällt, nutzten gestern 4.000 Israelis den Tag der offenen Tür, um einmal die Knesset von Innen zu sehen. +
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Deutschland stuft palästinensische Delegation in Berlin hoch

Der deutsche Außenminister, Dr. Guido Westerwelle, verkündete Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah, dass die bisherige palästinensische Vertretung in Berlin zu einem Generalbüro erhoben wird. Das ist die Vorstufe einer diplomatischen Botschaft eines anerkannten Staates. Auch soll ein palästinensischer Botschafter einberufen werden.Die Bundesregierung will die palästinensische Delegation in Berlin und die diplomatischen Beziehungen zur Palästinensischen Autonomiebehörde stärken. Diese Entscheidung folgte nachdem Frankreich, Spanien und Portugal ähnliche Schritte unternommen haben. Es gilt als Zeichen der Unterstützung für den palästinensischen Staatsgesuch. Diese Hochstufung bedeute aber nicht, dass diese Länder auch für die palästinensische Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen stimmen werden, so hieß es auf dem Nachrichtenportal Ynet. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Jigal Palmor, sagte dass „diese Entscheidung die Palästinenser wohl ermutigen wird, die direkten Verhandlungsgespräche mit uns nicht wiederaufzunehmen“.
Westerwelle besuchte auch die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und verneigte sich vor den Opfern des Nazi Regimes.

Militär-Geheimdienst: „Iran besitzt Uran für vier Atombomben“

Auf der derzeitigen Herzlija-Konferenz 2012, einem Forum für internationale Sicherheitspolitik, sprach auch der Chef des AMAN (Abteilung des militärischen Geheimdienstes), Aviv Kochavi (siehe Bld). Am Donnerstag verkündete er den zahlreichen Gästen aus aller Welt: „Der Iran ist im Besitz von ungefähr 100 Kilogramm hochangereichertem Uran, das für vier Atombomben ausreichen würde. Israel hat genügend Beweise, dass der Iran an seinem Atomprogramm für militärische Zwecke arbeitet. Es liegt nun bei Ali Khamenei [dem obersten Rechtsgelehrten im Iran], die Zustimmung zur Entwicklung einer Atombombe zu erteilen. Von diesem Zeitpunkt an, wären es nur noch ein bis zwei Jahre bis zur Einsatzfähigkeit“. Zum Schluss seiner Rede sagte General Kochavi, dass die Feinde Israels in den letzten Jahren in Bezug auf Raketen enorm aufgerüstet haben. „Um die 200.000 Raketen könnten Israel treffen. Sie würden das Zentrum Israels mit allen wichtigen Städten zerschlagen, kämen sie aus Syrien, dem Libanon oder dem Iran,“ endete der General. Auch fügte er hinzu, dass sich die Reichweite und Qualität der feindlichen Waffen maßgeblich verbessert haben. Im Anschluss kam auch Generalstabschef Benny Gantz zu Wort und sagte: „Ein atomares Iran ist ein Problem der ganzen Welt, der Nahost-Region und Israel. Wir sind nicht der einzige Staat der Welt, dem öffentlich mit Vernichtung gedroht wird. Wir dürfen nicht wegschauen und die Tatsachen ignorieren.“ Israels Mossad-Chef Tamir Fredo traf sich in der letzten Woche im Geheimen mit seinen Kollegen in den USA.

Soldat in Ramallah vergessen, Palästinenser helfen

Ein israelischer Soldat aus den Panzertruppen wurde am Dienstag im palästinensischem Dorf Budros nördlich von Ramallah während einer Festnahmeaktion von seinen Kameraden vergessen. Zwei ältere Palästinenser entdeckten ihn und begleiteten ihn zum Sicherheitszaun. Zu dem Fehler kam es, als der Offizier plötzlich den Befehl gab: „Zurück auf die Fahrzeuge!“. Es war dunkel und regnete in Strömen. Tagsüber waren die Fahrzeuge der israelischen Armee von Dorfbewohnern mit Steinen beworfen worden. Einer der Palästinenser sagte dem Soldaten, dass seine Kameraden das Dorf schon vor einer halben Stunde verlassen haben. Am Trennungszaun fragte er den Offizier empört: „Warum habt ihr den Soldaten vergessen?“ Der israelische Kommandeur dankte dem Palästinenser und wollte ihm die Hand reichen, doch er weigerte sich. „Ich habe nur dem Soldaten geholfen. Ihr habt nichts zu suchen in unserem Dorf“, sagte er und ging fort. Die Armee kommentierte dazu, dieser Fall werde untersucht und Konsequenzen werden gezogen. Israel will eine weitere Entführung eines Soldaten im Gefahrengebiet nicht riskieren.

Das Wetter

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Netanjahu gewinnt die Vorwahlen haushoch

Am Dienstag fanden die Vorwahlen in der Likud-Partei statt. Von den 130.000 Likud-Mitgliedern, die das Wahlrecht haben, gingen 48 Prozent wählen. Entgegen der Sorge, der rechtsgerichtete Hardliner und Falke der Likud-Partei, Moshe Feiglin (l.), könnte an Stärke gewinnen, zog der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu 75 Prozent der Stimmen auf seine Seite. Feiglin, der sich stark für die jüdischen Siedlungen einsetzt, dagegen nur 24 Prozent. In Netanjahus Siegesrede am gestrigen Abend dankte er den Wählern und sagte: „Die Likud ist eine Partei mit menschlichen und ideologisch stabilen Grundlagen. Sie ist verpflichtet, das Land Israel zu besiedeln und für die Zukunft des Staates zu kämpfen“. Aufgrund dieses eindeutigen Sieges wurde schon überlegt, die Parlamentswahlen vorzuverlegen. Die Opposition, die Kadima-Partei, äußerte sich so: „Die Netanjahu-Feiglin-Partei wird Israel in der Welt noch mehr isolieren“.

CDU-Politiker Ruprecht Polenz besucht Israel

Der CDU-Bundestagabgeordnete Ruprecht Polenz hat am Dienstag im Rahmen seiner Israelreise (30.01-02.02.) den Kindergarten Afikim in der von Raketen geplagten Südstadt Sderot besucht. Die von der Bundesregierung geförderte Einrichtung hat sich insbesondere auf Krisenvorbereitung und Traumabewältigung bei Kindern spezialisiert. Polenz, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, wird am Donnerstag einen weiteren Kindergarten im Norden bei Haifa besuchen. Es handelt sich dabei um den arabisch-jüdischen Waldorf-Kindergarten Ein Bustan (siehe Bild), den Polenz privat unterstützt und in Deutschland als herausragendes Friedensprojekt propagiert. Diejenigen, die Polenz‘ Facebook-Seite kennen, sind diesem Mann und seiner stark israelkritischen Stellung skeptisch gegenüber eingestellt. So auch die deutsche Journalistin Jennifer Nathalie Pyka, die der Israel Heute-Redaktion in einem Telefongespräch mitteilte: „‘Ein Bustan’ ist sicher eine segenreiche Einrichtung. Fraglich ist nur, inwieweit dies auch wirklich ein Friedensprojekt sein soll, da arabisch-jüdische Kooperation in Israel alltäglich ist. Wer, wie Herr Polenz, hier nun explizit von einem ‘Friedensprojekt’ spricht, festigt damit implizit das falsche Bild von Israel als Apartheidstaat.“
In der israelischen Presse wurde sein Besuch nicht erwähnt. In Erinnerung sind Polenz‘ scharfe Worte an die Regierung in Jerusalem im Juli 2009 geblieben: Er forderte Israel auf, den Siedlungsbau in den so genannten Palästinensergebieten zu stoppen. Andernfalls begehe das Land „als demokratischer Staat schrittweise Selbstmord“, so der CDU-Politiker. Während seines Besuchers wird Polenz auch an der Herzlija-Konferenz 2012 teilnehmen.

Iranische Geschäftsleute zu Israel: „Wir kommen!“

Spannungen mit dem Iran? Die Angst vor Krieg liegt in Luft? Das stört drei Geschäftsmänner aus Teheran wenig. Sie werden im Mai an der alljährlichen internationalen Landwirtschaftsausstellung „Agritech 2012“ in Tel Aviv teilnehmen. Sie, die aber anonym bleiben wollen, sind an den neuesten Geräten zur Errichtung von Wüstengewächshäusern interessiert. Israel steht in Sachen „Wüstenlandwirtschaft“ ganz vorn. Es war eine überraschende und außergewöhnliche Nachricht, da Israel seit der Herrschaft des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad keine geschäftlichen Beziehungen mit dem Iran mehr pflegt.
Vor zehn Jahren noch fand man israelische Cherry-Tomaten auf Märkten im Iran. Die israelische Tageszeitung Jediot Ahronot enthüllte, dass vor einigen Jahren einige Agrarunternehmen mit israelischer Hilfe in Bushehr errichtet wurden, an der selben Stelle steht heute ein Nuklearreaktor. Auch sollen an der Landwirtschaftsausstellung in Israel Geschäftsleute aus Abu Dhabi, Jordanien und der Türkei sowie Kurden aus dem Irak teilnehmen. Im Falle, dass der Iran Landwirtschaftsmaschinen von Israel erwirbt, werden diese über ein Drittland geliefert, wahrscheinlich die Türkei oder China.
In der Welt der Schönen und Reichen sagte die iranische Schauspielerin Leila Hatami (siehe Bild) aus dem oskarnominierten Film „Nader und Simin – Eine Trennung“ im Interview mit dem „zionistischen Feind“, wie Israel im Iran genannt wird, dass „nicht das iranische Volk, sondern nur die Regierung Israel hasst“. Der Film wurde im Februar 2011 auf der 61. Berlinale in Deutschland erstaufgeführt und gewann als erster iranischer Film den „Goldenen Bären“.

Kurznachrichten

+++UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte Israel auf, den Palästinensern mit einer Geste des guten Willens entgegen zu kommen, damit die israelisch-palästinensischen Verhandlungen weiter geführt werden können. Von den Palästinensern forderte er dies nicht. +++ Auf der Internationalen Herzlija Wirtschaftskonferenz machte Israels Staatspräsident Peres klar, dass die Unruhen und Aufstände in der arabischen Welt nicht wegen Israel ausgebrochen seien und doch sei der jüdische Staat der Leidtragende des „Arabischen Frühlings“. Und Jordaniens Kronprinz Hassan sagte auf der Konferenz in Herzlija, dass Frieden nie eine einfache Sache sei. Es sei nicht einfach, ihn zu erreichen und noch viel schwerer, ihn zu erhalten, so Hassan. +++ Die Polizei wird auf dem Ölberg eine Polizeistation einrichten, um gegen den arabischen Vandalismus auf dem jüdischen Friedhof, dessen Gräber aus biblischer Zeit stammen, schneller vorgehen zu können. Ferner werfen in letzter Zeit auf dem Ölberg immer häufiger Araber Steine auf Juden und Touristen. +++ Omri Scharon, der Sohn des früheren Regierungschefs Ariel Scharon, der immer noch im Koma liegt, will in die Politik gehen und Tzipi Livnis Kadima-Partei unterstützen. Er war schon einmal Knessetabgeordneter, wurde aber wegen einer Parteispendenaffäre verhaftet und musste sein Mandat niederlegen. +++ Israel scheint ein Männervolk zu sein, denn auf 1000 Frauen kommen in Israel 979 Männer, in Deutschland dagegen kommen auf 1000 Frauen nur 741 Männer. +++

Das Wetter

Kräftige Niederschläge in großen Teilen Israels. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 8 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 14 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213,10 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
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