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Deutschland stuft palästinensische Delegation in Berlin hoch

Der deutsche Außenminister, Dr. Guido Westerwelle, verkündete Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah, dass die bisherige palästinensische Vertretung in Berlin zu einem Generalbüro erhoben wird. Das ist die Vorstufe einer diplomatischen Botschaft eines anerkannten Staates. Auch soll ein palästinensischer Botschafter einberufen werden.Die Bundesregierung will die palästinensische Delegation in Berlin und die diplomatischen Beziehungen zur Palästinensischen Autonomiebehörde stärken. Diese Entscheidung folgte nachdem Frankreich, Spanien und Portugal ähnliche Schritte unternommen haben. Es gilt als Zeichen der Unterstützung für den palästinensischen Staatsgesuch. Diese Hochstufung bedeute aber nicht, dass diese Länder auch für die palästinensische Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen stimmen werden, so hieß es auf dem Nachrichtenportal Ynet. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Jigal Palmor, sagte dass „diese Entscheidung die Palästinenser wohl ermutigen wird, die direkten Verhandlungsgespräche mit uns nicht wiederaufzunehmen“.
Westerwelle besuchte auch die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und verneigte sich vor den Opfern des Nazi Regimes.

Militär-Geheimdienst: „Iran besitzt Uran für vier Atombomben“

Auf der derzeitigen Herzlija-Konferenz 2012, einem Forum für internationale Sicherheitspolitik, sprach auch der Chef des AMAN (Abteilung des militärischen Geheimdienstes), Aviv Kochavi (siehe Bld). Am Donnerstag verkündete er den zahlreichen Gästen aus aller Welt: „Der Iran ist im Besitz von ungefähr 100 Kilogramm hochangereichertem Uran, das für vier Atombomben ausreichen würde. Israel hat genügend Beweise, dass der Iran an seinem Atomprogramm für militärische Zwecke arbeitet. Es liegt nun bei Ali Khamenei [dem obersten Rechtsgelehrten im Iran], die Zustimmung zur Entwicklung einer Atombombe zu erteilen. Von diesem Zeitpunkt an, wären es nur noch ein bis zwei Jahre bis zur Einsatzfähigkeit“. Zum Schluss seiner Rede sagte General Kochavi, dass die Feinde Israels in den letzten Jahren in Bezug auf Raketen enorm aufgerüstet haben. „Um die 200.000 Raketen könnten Israel treffen. Sie würden das Zentrum Israels mit allen wichtigen Städten zerschlagen, kämen sie aus Syrien, dem Libanon oder dem Iran,“ endete der General. Auch fügte er hinzu, dass sich die Reichweite und Qualität der feindlichen Waffen maßgeblich verbessert haben. Im Anschluss kam auch Generalstabschef Benny Gantz zu Wort und sagte: „Ein atomares Iran ist ein Problem der ganzen Welt, der Nahost-Region und Israel. Wir sind nicht der einzige Staat der Welt, dem öffentlich mit Vernichtung gedroht wird. Wir dürfen nicht wegschauen und die Tatsachen ignorieren.“ Israels Mossad-Chef Tamir Fredo traf sich in der letzten Woche im Geheimen mit seinen Kollegen in den USA.

Soldat in Ramallah vergessen, Palästinenser helfen

Ein israelischer Soldat aus den Panzertruppen wurde am Dienstag im palästinensischem Dorf Budros nördlich von Ramallah während einer Festnahmeaktion von seinen Kameraden vergessen. Zwei ältere Palästinenser entdeckten ihn und begleiteten ihn zum Sicherheitszaun. Zu dem Fehler kam es, als der Offizier plötzlich den Befehl gab: „Zurück auf die Fahrzeuge!“. Es war dunkel und regnete in Strömen. Tagsüber waren die Fahrzeuge der israelischen Armee von Dorfbewohnern mit Steinen beworfen worden. Einer der Palästinenser sagte dem Soldaten, dass seine Kameraden das Dorf schon vor einer halben Stunde verlassen haben. Am Trennungszaun fragte er den Offizier empört: „Warum habt ihr den Soldaten vergessen?“ Der israelische Kommandeur dankte dem Palästinenser und wollte ihm die Hand reichen, doch er weigerte sich. „Ich habe nur dem Soldaten geholfen. Ihr habt nichts zu suchen in unserem Dorf“, sagte er und ging fort. Die Armee kommentierte dazu, dieser Fall werde untersucht und Konsequenzen werden gezogen. Israel will eine weitere Entführung eines Soldaten im Gefahrengebiet nicht riskieren.

Das Wetter

Bedeckt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 8 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213,10 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
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