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Zu den vollständigen Nachrichten, hier klicken. Dienstag, 21. Februar 2012
Israel Heute Bringt auch das was andere weglassen!
 

Israel zum Westen: „Wir sind für unsere Zukunft verantwortlich!“

Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich am Montag zu den zahlreichen internationalen Aufforderungen an Israel, nicht im Iran anzugreifen, geäußert. „Israel ist für Entscheidungen bezüglich der Zukunft des Staates selbst verantwortlich“, so Barak. Internationale Politiker sind der Meinung, die Sanktionen gegen den Iran bräuchten noch Zeit bis sie in Kraft treten – dies aber könnte für Israel zu lange dauern. Trotzdem waren die Gespräche mit dem eigens dafür angereisten US-Sicherheitsberater der Obama-Regierung, Tom Donilon, „umfangreich und alle Themenbereiche des neuen Nahen Ostens miteinbeziehend“. Ferner wurde vom Weißen Haus in Washington mitgeteilt, dass sich Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Präsident Barack Obama am 5. März dort treffen werden. Der Iran treibt derweil sein Nuklearprogramm voran.
Am Montag fand ein großes iranisches Test-Raketenmanöver statt, um die atomaren Anlagen bei einem Luftangriff schützen zu können. Sie nannten diese Militäraktion „die Rache Gottes“. Am selben Tag traf auch eine Delegation der Internationalen Atomenergie Organisation in Teheran ein. Eines mehrseitigen Berichts der New York Times vom Montag zufolge, zweifele man an dem Erfolg eines israelischen „chirurgischen Angriffs“ im Alleingang. „Israels Piloten müssten mehr als 1.500 Kilometer über feindlichem Luftraum fliegen, in der Luft auftanken, die iranischen Flugabwehrraketensysteme (siehe Bild) überwältigen und zahlreiche unterirdische Atomanlagen angreifen. Dazu müssten nicht weniger als 100 Kampfflieger im Einsatz sein“.

Busse am Schabbat in Tel Aviv?

Die Stadtverwaltung der Mittelmeermetropole Tel Aviv unter der Leitung von Bürgermeister Ron Huldai will öffentliche Busse am heiligen Ruhetag, dem Schabbat, zulassen. Dafür wird noch auf die Bewilligung des Verkehrs- und Innenministeriums gewartet. Solle dies von der Regierung genehmigt werden, wäre es für Israel ein revolutionärer Schritt, da seit der Staatsgründung keine öffentlichen Busse am Schabbat fahren, so wie auch die Fluggesellschaft EL AL nicht fliegen darf. Tamar Sandberg, ein Mitglied des Tel Aviver Stadtvorstands, schlug diese Neuerung vor, die sich auf eine Umfrage, wonach 63 Prozent der Tel Aviver dafür stimmen, stützt. Es soll auch das Parkproblem in der Innenstadt am Schabbat lösen. Bürgermeister Huldai unterstütze sie in ihrem Vorhaben, so hieß es. Der religiös-orthodoxe Sektor ist empört und stemmt sich gegen den Vorschlag. Knessetmitglied Mosche Gafni sagte es sei eine „populistische und frevelhafte Entscheidung“. Sie werden alles tun, das Busverbot am Schabbat nicht aufzuheben. Das Verkehrsministerium ließ schon verlauten, es habe nicht vor, den derzeitigen Schabbat-Status zu ändern. Tel Aviv reagierte so: „Wer am Schabbat nicht einsteigen will, muss nicht“.

Yair Lapids Wahlkampagne hat begonnen

Yair Lapid (49), der vor über einem Monat vom Fernsehmoderator zum Politiker wurde, gab Ende letzter Woche seine politische Agenda bekannt. Er hatte Kanal 2 verlassen, um bei den nächsten Knessetwahlen mit einer neuen Zentrumspartei zu kandidieren. „Schaut euch an, wie die orthodox-sephardische Schass Partei die gesamte Nation mit nur elf Knessetsitzen um den kleinen Finger wickelt“, sagte Lapid in Eilat. Als Sohn des verstorbenen Politikers Josef Tommy Lapid und der Schriftstellerin Schulamit Lapid folgt er der politischen Linie seiner Eltern - säkular, zentral und eher nach rechts tendierend. „Wir müssen uns fragen, wem dieses Land gehört? Seit Wochen denke ich darüber nach. Dieser Staat ist nicht Eigentum der reichen Magnaten, Lobbyisten und Steinewerfer [Anm. d. R.: Hügeljugend], die auf Militäroffiziere oder Politiker zielen, die ihre wahre Aufgabe vergessen haben. Wir alle wissen, dass dieser Staat zermürbt ist und unternehmen nichts!“ fügte Lapid, der auch als Schriftsteller erfolgreich ist, hinzu. Ein Großteil der israelischen Bevölkerung aus der säkularen und traditionellen Bevölkerungsschicht sieht in Lapid einen neuen Hoffnungsträger für das Volk. Die regierende Likud-Partei, die Kadima-Partei und die sozialistische Arbeiterpartei stehen seiner Kandidatur skeptisch gegenüber. Gemäß jüngster Umfragen wird Lapids neue Partei nach den Wahlen zahlreiche Knessetsitze für sich beanspruchen können.

Reaktionen nach Vandalismus am Jerusalemer Baptistenhaus

Die Nachricht vom Montag, dass das Baptistenhaus in Jerusalem von unbekannten Tätern mit gotteslästerlichen Graffitis beschmutzt wurde, hat viele Reaktionen hervorgerufen. Die Kirche ist bekannt dafür, den Judenstaat immer unterstützt zu haben. Pfarrer Chuck Kopp erzählte, wie der Rabbiner der Synagoge auf der gegenüberliegenden Straßenseite am selben Tag mit einem Blumenstrauß vorbeikam und einen Brief brachte, der dem Gotteshaus die Solidarität und Freundschaft der jüdischen Gemeinde versichern soll. Auch eine Nachbarin der Kirche kam mit ähnlicher Nachricht und sagte, sie schäme sich für die Tat. Überdies besuchte auch der Berater für Innere Sicherheit des Staates Israel, Dr. Moti Zaken, den Ort des Geschehens. „Er entschuldigte sich im Namen der Bürger Israels“, und versprach, die Täter zur Verantwortung zu ziehen, so Pfarrer Kopp. Das Oberhaupt der Baptisten in Israel, Herbby Geer, sagte: „Israel steht immer konsequent auf Seite der Minderheitsgruppen [der Christen] in der israelischen Gesellschaft.

Kurznachrichten

+ Das neue Ägypten fordert von Israel ein neues Friedensabkommen. Dagegen aber sträubt sich Israel, denn der bisherige Friedensvertrag war 30 Jahre lang ausreichend. Israel fragt sich, warum ein neues Abkommen her soll, wenn es doch von der neuen ägyptischen Regierung, den israelfeindlichen Moslembrüdern, wieder gebrochen wird.
+ Israels Oberstes Gericht behandelt die Strafakte des palästinensischen Häftlings Adnan, der nun schon 65 Tage im Hungerstreik ist und in der Klinik von Safed medizinisch versorgt wird. Der 33-Jährige ist eines der Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Dschihad, von denen 300 in israelischer Haft sind.
+ Staatspräsident Peres stattete der Stadt Nazareth einen offiziellen Besuch ab. Dabei wurde er unter anderem auf der Straße von israelischen Arabern beschimpft, die, obwohl sie Mitglieder der Balad-Partei in der Knesset sind, bei Peres‘ Ankunft Palästinenserfahnen schwangen und „Es lebe Palästina“ riefen.

Das Wetter

Sonnig und leicht bewölkt. Die Temperaturen steigen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 19 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -212,59 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern einen gesegneten Tag aus Jerusalem, der vom Allmächtigen erwählten Stadt und ewigen Hauptstadt Israels!
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