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  Freitag, 20. April 2012
Israel Heute Bringt auch das was andere weglassen!
 

Rückblick auf Jom HaSchoa

Dieses Jahr stand der Holocaust-Gedenktag Jom HaSchoa im Zeichen “Jüdische Solidarität mit der Schoa”. An der Gedenkandacht und dem Anzünden der sechs Fackeln bei der Eröffnung nahmen neben Holocaustüberlebenden auch “Gerechte unter der Nationen” und ihre Familien teil. Beim gleichzeitig stattfindenden “Marsch der Lebenden” in Auschwitz, Polen, waren dieses Jahr auch zahlreiche Israel Heute-Leser als Teilnehmer der NAI-Reise “Von Auschwitz nach Jerusalem” mit dabei. Darunter auch Kriegsveteraner der Alliierten, die KZ Auschwitz befreiten (siehe Bild; M.Kuhlmann).
In seiner Andachtsrede am Denkmal des Warschauer Ghetto-Aufstandes in Yad Vashem sprach Staatspräsident Schimon Peres über seinen Geburtsort Wischenew in Polen, wo die Juden des Ortes, darunter sein Großvater, von den Nazis in der Synagoge versammelt wurden. Die Türen wurden geschlossen und alle lebend darin verbrannt. Peres sagte: „Israel ist der lebendige Grabstein aller Juden, die ermordet wurden“…“Es waren Juden, die damals einen großen Anteil daran hatten, der Wirtschaft, der Kultur und dem Lebensstil in Deutschland zu neuen Höhen zu verhelfen… bis der Diktator aufstand, den Juden die Schuld an allen Missständen gab und beschloss, sie zu vernichten.“
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von seinem bewegenden Treffen mit Holocaustüberlebenden vor wenigen Tagen und von der neuen Gefahr aus dem Iran. Er sagte: „Ich hoffe, es kommt der Tag, an dem Israel in Frieden mit all seinen Nachbarn leben wird, an dem es keine ‘Rufe zur Vernichtung’ mehr gibt. Aber dieser Tag ist noch nicht da“. Er endete mit: „Am Israel Chai! Das Volk Israel lebt!” und „Der Ruhm Israels lügt nicht - nezach Israel lo jischaker“ aus 1. Samuel 15,29.

PA-Ministerin Al Masri: „Einigung zur Vernichtung Israels ist notwendig!“

„Um Israel zu vernichten, muss sich die Palästinensische Autonomie vereinen, sonst wird es uns nicht gelingen“, erklärte die palästinensische Wohlfahrtsministerin Majida Al Masri. „Fatah und Hamas müssen sich unbedingt versöhnen, um endlich das Ziel, die Befreiung ganz Palästinas, zu erringen.“ Ihr Appell zur Wiedervereinigung erging im palästinensischen Rundfunk sowie in der Zeitung Al Hayat Al Jadida. In ihrem Aufruf machte Al Masri mehrfach deutlich, dass der Kampf um Palästina ein Kampf um ganz Palästina sein muss und nicht nur um die Grenzlinien von 1967, die so genannten besetzten Gebiete. Den Befreiungskampf rechtfertigt die palästinensische Wohlfahrtsministerin mit dem historischen Recht ihres Volkes, welches laut eigenen Angaben vor der jüdischen Geschichte in Palästina lebte. Vorige Woche veröffentlichte Israel Heute das Interview mit dem palästinensischen Minister, Fathi Hammad, der im ägyptischen Fernsehkanal Al-Hekma die ägyptischen Wurzeln der Palästinenser hervorhob. „Die Hälfte meiner Familie sind Ägypter und 30 Großfamilien im Gazastreifen tragen den Namen El Masri, was Ägypter heißt“, erklärte Hammad. Seinen Angaben zufolge sind 50 Prozent des palästinensischen Volkes Ägypter und der Rest Saudis sowie Araber aus anderen Ländern. In diesem Fall zählt auch die palästinensische Wohlfahrtsministerin Al Masri zu den Ägyptern, die heute ein Teil des palästinensischen Volkes sind. Die palästinensischen Minister vermitteln über die Medien unterschiedliche Vorstellungen ihrer Volksgeschichte. Der eine schwärmt von der reichen Vergangenheit der Palästinenser im Land, bis zurück zu den Kanaanitern. Andere, wie Fathi Hammad, geben klar und deutlich zu, dass die Wurzeln der Palästinenser in den arabischen Völkern der Region liegen. Das ethnische Wirrwarr in der palästinensischen Geschichte deutet gemäß israelischen wie auch einigen palästinensischen Historikern auf eine verfälschte Palästinensergeschichte aus politischen Zwecken hin.

Das Volk murrt wegen steigender Benzinpreise

Für Regierungschef Benjamin Netanjahu stellt der neue Kadima-Vorsitzende Mofas eine größere Gefahr als Livni dar. Darüber hinaus steigen die Preise für Benzin, Strom und Nahrungsmittel in schwindelnde Höhen. Das Volk in Zion ist unzufrieden.
Netanjahu kommt ins Schwitzen“, sagte ein Parteikollege zu Israel Heute. „Er muss die Lebenshaltungskosten in Griff bekommen, ansonsten bricht neuer sozialer Protest aus.“ Der in den letzten Monaten unaufhörlich steigende Benzinpreis hat das Volk aus dem Winterschlaf gerissen. Die Erklärungen, die Finanzminister Juval Steinitz der Bevölkerung verkaufte, nimmt keiner mehr ernst. Sanktionen gegen den Iran waren laut Steinitz ein willkommener Anlass, mit jeder Ölpreiserhöhung auf dem Weltmarkt auch die Benzinsteuern im Land nach oben zu treiben. Diese Annahme war falsch. Wer die Benzinsteuern im letzten Moment heruntersetzte, um den Benzinpreis unter 1,60 Euro (8 NIS) zu halten, war schließlich Benjamin Netanjahu selbst. So wurde das Benzin in der Nacht vom 31. März auf den 1. April nicht um 4 Cent erhöht, sondern nur um 1 Cent. Damit senkte Netanjahu zum dritten Mal seit Anfang des Jahres die Benzinsteuern, um den Literpreis unter acht Schekel zu drücken. Ein murrendes Volk wegen hoher Preise kann sich Netanjahu nicht leisten, wenn er im Herbst 2013 wiedergewählt werden will. Der frischgebackene Oppositionsführer Schaul Mofas fordert Netanjahu heraus.
Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der neuen Mai-Ausgabe des Israel Heute-Magazins. Wir bringen, was andere weglassen! Zum Bestellen des Israel Heute-Magazins oder der Online-Version Klicken Sie hier!

Schabbat-Lesung:

An diesem Schabbat, den 21.April, wird die Parascha „Tasria/Metzora“ aus 3. Mose 12,1 bis 15,33 mit dem Prophetenabschnitt aus 2. Könige 7,3-20. SCHABBAT SCHALOM - und Gottes Segen!
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  Mittwoch, 18. April 2012
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Heute Abend beginnt Jom HaSchoa

Mit einer offizellen Gedenkandacht im Beisein des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem Staatspräsidenten Schimon Peres beginnt heute um 20 Uhr in Yad Vashem, Jerusalem, der israelische Holocaust-Gedenktag. Unter dem Motto: „Le-Olam lo od - Nie wieder“ zünden sechs Überlebende und Zeitzeugen eine Fackel an - im Namen der 6 Millionen Juden, die vom Nazi-Regime systematisch ermordet wurden. Morgen, Donnerstag, den 19. April, heulen die Sirenen um 10 Uhr morgens zur Schweigeminute, in der ganz Israel stillsteht und der Ermordeten gedenkt. Anschließend, um 10:30 Uhr, werden alle in Yad Vashem registrierten Namen der Umgekommenen vor breitem Publikum im Jiskor-Gedenkraum der Holocaustgedenkstätte verlesen. Um 16 Uhr findet der 20. „Marsch der Lebenden“ in Polen statt, dieses Jahr mit den Obersten des israelischen Polizeistabs.
Die israelische Tageszeitung Jediot Achronot veröffentlichte heute auf der Titelseite ein Schwarz-Weiß-Foto (siehe Bild) aus Würzburg, Deutschland 1932, mit der Überschrift „‘Du bist Jude’, sagte die Kindergärtnerin, ‘dreh dich um, sonst versaust du das Gruppenbild’“. Auf dem Foto sieht man lachende Kinder und den kleinen Paul, den Juden, mit dem Rücken zur Wand. Den anderen Kindern wurde zudem von der Kindergärtnerin verboten, mit ihm zu spielen. Als Neunjähriger floh er nach München, wo er sich eine Zeit lang versteckt hielt. Als 19-jähriger kämpfte er bei den Engländern in der legendären jüdischen Brigade gegen die Deutsche Wehrmacht. Später wanderte nach Israel ein und nannte sich von da an Schraga Har-Gil (Freudenberger). „Diesen Moment hat mein Vater nie vergessen, wie die Kamera den deutschen Antisemitismus noch vor dem Krieg aufnahm“ sagt sein Sohn Amir über den verstorbenen Vater. Schragas Eltern wurden damals auch noch verpflichtet, für das Gruppenfoto des Montessori-Kindergartens zu zahlen. Sein Vater hat ihm von diesem erniedrigenden Erlebnis erst in seinen späten Jahren erzählt. Die meisten Mitglieder seiner Familie sind in den Gaskammern von Auschwitz umgekommen. Amir Har-Gil hat drehte 2004 den Film „The Art of Living – Die Kunst des Überlebens“, der als Erföffnungsfilm bei den 3. Jüdischen Filmtagen in München vor einigen Wochen vor gutbesuchten Hallen gezeigt wurde. Er berührte das deutsche Publikum sehr. Der Film handelt von der außergewöhnlichen Liebesgeschichte zwischen Amirs 70-jährigen Vater Schraga und Ulla Gessner, der Tochter deutscher Christen aus Krefeld, deren Fabrik zur Zeit des Zweiten Weltkriegs das Gas zur Tötung seiner Familienangehörigen im KZ herstellte.
Schraga Har-Gil war bis zu seinem Tod politischer Redakteur der israelischen Tageszeitung Maariv. Im September 2009 verstarb er während einer Lesereise zu seinem neuen Buch in seiner früheren Heimatstadt – in Würzburg.

Für Gilad Schalit befreite Terroristen wieder aktiv

Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat bekannt gegeben, dass zwei der für Gilad Schalit freigelassenen Palästinenser wieder in Haft genommen wurden. Im Oktober letzten Jahres wurden im Austausch für den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit über 1000 Terroristen aus Israels Gefängnissen entlassen. In der israelischen Bevölkerung wurde dieser Handel nicht von allen begrüßt, mit der Begründung, dass die Befreiten ihren Kampf gegen das jüdische Volk wieder aufnehmen würden. Genau das ist passiert.
Jetzt hat die israelische Regierung zwei Namen von wieder verurteilten palästinensischen Terroristen veröffentlicht. Bei einem der Terroristen handelt es sich um Omar Abu Snina, der seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Gazastreifen lebte. Er hat für die Hamas ein Netzwerk zur Rekrutierung von Palästinensern im so genannten Westjordanland gegründet. Den neuen Rekruten hat er Anleitungen zur Entführung von Soldaten, zur Beschaffung illegaler Waffen und zur Organisation einer Terrorzelle geschickt.
Der zweite wieder verhaftete Terrorist ist Daoud Hilo aus dem Flüchtlingslager Amari in der Nähe Ramallahs. Er wurde schon einen Monat nach seiner Entlassung wegen Beschaffung illegaler Waffen wieder verurteilt, er wird für vier Jahre ins Gefängnis zurückkehren.
Sprecher der israelischen Armee haben bereits vor einem Monat Alarm geschlagen, dass viele der freigelassenen Palästinenser wieder zum Terror zurückkehren. Weiterhin wurde festgestellt, dass eine große Menge Geld ins Westjordanland geschmuggelt wird, um eine neue Terrorzelle für die 55 dorthin entlassenen Palästinenser zu gründen.

Ein halbe Milliarde Vögel überfliegen das Heilige Land

Israel sagt „Ja“ zu Vögeln. Die israelische Regierung hat nun beschlossen, vier neue Vogelbeobachtungsstationen zu errichten. Der Staat sieht in den internationalen Vogelbeobachtern eine touristische Quelle für das Land und ist daher bereit, knapp 10 Mio. Euro in das Vogelprojekt zu investieren. Im Süden sollen Stationen in Sde Boker, Ein Gedi und in der Umgebung von Eilat bei Lotan und Hatzeva errichtet werden und im Norden eine Station in der Nähe von Kefar Rupin und Maagal Michael.
Seit vielen Jahren gilt Israel als eines der führenden Vogelbeobachtungsstationen, da die Zugvögel auf dem „himmlischen Highway“ zwischen Europa und Afrika stets das Gelobte Land überfliegen müssen. Jährlich überfliegen über 500 Millionen Vögel aus 540 verschiedenen Vogelarten das Heilige Land. Im Herbst verlassen die Zugvögel Europa und fliegen Richtung Westasien und Afrika. Im Frühling machen sich die Vögel wieder über Israel auf den Weg in den Norden.
Etwa 50.000 Vogelbeobachter aus der ganzen Welt versammeln sich jährlich in Israel, um aus israelischer Bodensicht die Vögel am Himmel zu beobachten und zu fotografieren. Nach israelischen Schätzungen gibt es weltweit etwa 100 Millionen Vogelbeobachter. Israel, das mit seinen vielen verschiedenen Vogelarten geradezu ein Paradies für Vogelbeobachter ist, sieht in dieser Touristengruppe eine wertvolle Zielgruppe für die Zukunft. Im Tourismusministerium ist man nun bestrebt, zunächst einmal um die 100.000 Vogelbeobachter ins Land zu locken.

Neue Israel-Vorträge im MAI 2012 von Ludwig und Michael Schneider

+ Vom 4.-6. Mai Israeltage in D-10961 BERLIN – Kirche am Südstern
+ am 7. Mai, um 19:30 Uhr in D-12623 BERLIN – Mahlsdorf über „Israel aktuell und den zukünftigen Tempel“
+ am 9. Mai, um 19 Uhr in D-75328 SCHÖMBERG – Bieselsberg über „Elia und die Endzeit“
+ ISRAEL-FREIZEIT in D-57299 BURBACH (dzm / Familienferienstätte Holzhausen) Ludwig Schneider gemeinsam mit Sohn Michael:
+ So., den 13. Mai um 19:30 Uhr in der Hammerhütte mit einer Großveranstaltung mit Bläserchor; LS spricht über „Was sagt die biblische Prophetie zur Weltlage“ und MS spricht über „Wie geht es den messianischen Juden in Israel“.
+ Mo., 14. Mai in BURBACH: 9:30 Uhr MS über „Die drei biblischen Hauptfeste – messianisch beleuchtet“ und 19:30 Uhr LS über „Aktuelles aus Israel“.
+ Di., 15. Mai: 09:30 Uhr LS über „Ist der Islam eine apokalyptische Gefahr?“ und 19:30 MS über „Die Tiefe der Heiligen Sprache“.
+ Mi., 16. Mai: 09:30 Uhr zum Abendmahl Kurzvortrag von LS „Der Dabeiseiende“

Sie sind herzlich eingeladen! Notieren Sie es in Ihrem Kalender! * ausführliche Daten auf unsere Webseite unter „Vorträge“

Das Wetter

Wegen Hitze und Trockenheit besteht erhöhte Feuergefahr. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 32 Grad, Tel Aviv 38 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -211,37 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz stagnierend).
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  Montag, 16. April 2012
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Jede Stunde stirbt ein Holocaust-Überlebender

Der jährliche Holocaustgedenktag findet am kommenden Donnerstag statt und erinnert an die Ermordung von über sechs Millionen Juden durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg. Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust wird das öffentliche Leben in Israel am Donnerstag für zwei Minuten stillgelegt. Dann heulen Sirenen überall im Land und Millionen Menschen halten für einen Moment inne. Im israelischen Rundfunk wird in diesen Tagen die Wichtigkeit der Erinnerung an die schreckliche Vergangenheit hervorgehoben.
198.000 Holocaust-Überlebende leben noch im Land und jede Stunde stirbt einer von ihnen. In 20 Jahren werden keine Augenzeugen aus dieser Zeit mehr im Land am Leben sein. In den kommenden Tagen bis zum Gedenktag sprechen Holocaust-Überlebende vor Schülern, Studenten und Soldaten, um ihre persönliche Geschichte zu erzählen, so dass die neuen Generationen daraus lernen und solch ein Unglück nie wieder geschehen lassen. Besonders in einer Zeit, in der Israels arabische Feinde die jüdische Geschichte im Zweiten Weltkrieg verfälschen und den Holocaust aus politischen Gründen verleugnen. Darunter auch Palästinenserchef Mahmud Abbas, der darüber sein Doktorat geschrieben hat. Im letzten Jahr hat der staatliche Hilfsfonds die Holocaust-Überlebenden im Land mit 80 Millionen Euro unterstützt. Etwa 60.000 Holocaust-Überlebende leben unter der Armutsgrenze und werden vom Staat sowie von privaten Hilfsorganisationen versorgt. Schon ein Beitrag von 45 Euro trägt zur Unterstützung eines Holocaust-Überlebenden bei. Helfen auch Sie! Klicken Sie hier!

Verkäufer des Hebron Hauses zum Tode verurteilt

Jüdische Gruppen in Hebron haben die internationale Gemeinschaft aufgerufen, dem arabischen Verkäufer des „Machpelah“-Hauses in Hebron zu helfen, da er wegen des Verkaufs zum Tode verurteilt wurde. Vor einigen Wochen kauften jüdische Siedler das Haus in der Nähe der Grabstätte der jüdischen Patriarchen. Mehrere Siedler zogen daraufhin dort ein, obwohl die Armee es verboten hatte. Kurz vor dem Pessachfest wurden die Siedler schließlich von der israelischen Armee evakuiert.
Der ehemalige Besitzer des Hauses, Muhammad Abu Shahala, wurde sofort zum Tode verurteilt, da es Palästinensern verboten ist, Land an Juden zu verkaufen. Jetzt fehlt nur die Unterschrift von Präsident Mahmud Abbas, um das Urteil zu vollstrecken.
Jüdische Organisationen in Hebron haben nun einen Brief unter anderem an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und US Außenministerin Hillary Clinton geschrieben mit der Bitte, für Shahala zu intervenieren. Im Brief heißt es: „Es ist abstoßend, dass Grundstücksverkäufe mit der Todesstrafe geahndet werden. Die Existenz eines solchen barbarischen und perversen Gesetzes zeigt das wahre Gesicht der palästinensischen Autonomiebehörde. Wie wäre denn die Reaktion, wenn es so ein Gesetz in den USA oder Europa geben würde? Eigentlich gab es solch ein Gesetz in Europa vor weniger als 100 Jahren schon einmal, damals bekannt als „Nürnberger Gesetze“.

Aktivisten am Ben Gurion-Flughafen abgefangen

Das befürchtete Chaos am Ben Gurion-Flughafen blieb aus. Am Sonntag sollten über 2000 pro-palästinensische Demonstranten aus 15 Ländern nach Israel kommen. Sie wollten im Rahmen der „Flightilla“-Aktion gegen Israel demonstrieren. Am Ende waren es nur 500, die versuchten, nach Israel einzudringen. Israels Regierung bedankte sich bei den Fluggesellschaften im Ausland, die solche Demonstranten gar nicht erst ins Flugzeug nach Israel ließen. Darunter auch die Fluggesellschaft Lufthansa, die Flüge von Aktivisten stornierte. Nur zehn der Israel-Gegner schafften es bis nach Bethlehem.
Für diese Menschen hat Israel einen Brief verfasst, in dem ihnen für ihren mutigen Einsatz gedankt wird und sie gefragt werden, warum sie solch ein Engagement nicht auch gegen das syrische Regime zeigen, das täglich hunderte seiner eigenen Leute niedermetzelt.

Kurznachrichten

+++ Die palästinensische Führung verbietet, israelisches Gemüse und Früchte, wie z.B. Kartoffeln zu kaufen. Auf diesem Wege sollen die Menschen gezwungen werden, palästinensisches Obst und Gemüse zu kaufen, das teurer und von schlechterer Qualität ist als das aus Israel. +++ Am Sonntag feierten die orthodoxen Christen ihr Osterfest und streuten bei ihrer Prozession durch die Jerusalemer Altstadt Rosenblätter aus. Die meisten Christen im Heiligen Land sind griechisch, armenisch und russisch-orthodox. +++ 1600 Palästinenser, die wegen terroristischen Straftaten und anderen Vergehen in Israels Gefängnissen einsitzen, wollen ab 17. April in den Hungerstreik treten, um ihre Freilassung zu erpressen. Gleichzeitig rief die palästinensische Hamas-Führung dazu auf, Israelis zu kidnappen, um wie bei dem Gefangenenaustausch für Gilad Schalit, Häftlinge freizubekommen. +++ Nach insgesamt neun Pessach- und Osterfeiertagen, endete Samstagabend in Israel das Pessachfest. Juden aus Marokko feierten das Mimouna-Fest, an dem, nach den acht Tagen der ungesäuerten Mazzabrote, bei einer fröhlichen Feier, fettige Mufleta-Brotfladen verspeist werden. +++

Das Wetter

Sonnig und windig. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 20 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Tiberias am See Genezareth 27 Grad, am Toten Meer 32 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -211,375 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
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  Donnerstag, 12. April 2012
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Terroranschlag verhindert

Israelische Soldaten haben am Mittwoch einen Palästinensischen Terroristen festgenommen. Der 19-Jährige versuchte, den Checkpoint in der Nähe von Nablus mit sieben selbstgebastelten Bomben, drei Messern und Munition zu überqueren. Als er den Metalldetektor passierte, wurde ein Alarm ausgelöst und die Soldaten stellten den jungen Mann sofort unter Arrest und entschärften die Bomben. Wahrscheinlich war ein Attentat auf Zivilisten oder Soldaten während der Pessach-Feiertage geplant.

PA: „Hamas ist schuld an finanziellen Defiziten“

Seit die radikale Hamas 2007 die Kontrolle im Gazastreifen an sich gerissen hat, flossen laut der Palästinensischen Autonomiebehörde umgerechnet 5,3 Milliarden Euro dorthin. Der PA zufolge sind dies monatlich 91 Millionen Euro, mehr als 40 Prozent des Autonomie-Budgets. Dieses Geld ist für die Bezahlung von Gehältern, Medizin und für eine allgemeine Verbesserung der Lebensumstände in Gaza gedacht. „Es kommt jedoch nie bei den Menschen an. Die Hamas verkaufen die Medizin, die wir kostenlos schicken und behält das Geld für sich“, so Fatah-Sprecher Ahmed Assaf aus dem so genannten Westjordanland. Die Hamas wiederum behauptet, dass es an Geldern für Medizin und Bildung fehle.
Die Palästinensische Autonomiebehörde, die hauptsächlich durch die EU, die USA und die Arabischen Nationen finanziert wird, hat somit 2012 ein finanzielles Defizit von umgerechnet 98 Millionen Euro im Budget zu beklagen. Die Schuld dafür trage die Hamas, so berichteten PA-Beamte dem Nachrichtenportal Ynet. Ein Beamter der Europäischen Union sagte, dass die Hamas nur ihre eigenen Leute bezahle sowie Geld in den „Sicherheitsapparat“ stecken würde.
Analysen zeigen, dass die Hamas nie in der Lage wäre, eine funktionierende Regierung aufzubauen und sich um die 1,7 Millionen Menschen in Gaza zu kümmern. 70 Prozent von ihnen leben unter der Armutsgrenze, so beweisen Statistiken der Vereinten Nationen. „Die Hamas wollen den Eindruck verschaffen, unabhängig von der Fatah zu sein. Aber das ist nur ein Mythos“, sagte Nasser Abdelkarim, Professor an der Birzeit Universität im Westjordanland. Allein 38 Millionen Euro zahlt die PA monatlich an einen israelischen Energiekonzern. Doch die Hamas behält das Geld, das die Palästinenser für ihren Strom bezahlen, einfach ein, anstatt es an die PA zurückzuzahlen. So entfernen sich Fatah und Hamas noch weiter voneinander. Eine Einheitsregierung und ein vereintes palästinensisches Volk sind nur Mythen, die von dem Terror, dem Leid der Menschen in Gaza und der Misswirtschaft ablenken sollen.

Israelische Schule startet Beduinen-Radio

Die Beduinen in Israel können sich seit dieser Woche über einen eigenen Radiosender freuen, den ersten dieser Art in der Geschichte Israels und der Beduinen. Der Sender ist ein Projekt der Ama El-Farouk-Schule in Beerscheva in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium Israels.
Die Mitarbeiter des Senders sind größtenteils Studenten, die an der Schule Kommunikation studieren. Das Programm besteht aus Nachrichten und Unterhaltung sowie Themen, die besonders Beduinen betreffen wie: Heirat im jungen Alter, Autounfälle und der Stand der Beduinen in der israelischen Gesellschaft.
Die meisten Mitarbeiter des Radiosenders sind junge Frauen. Nada, eine Schülerin der 12. Klasse sagte, dass sie schon immer Radiomoderatorin werden wollte: „ Wir können über Dinge sprechen, die nur uns Beduinen angehen. Es geht hier nicht nur ums lernen, sondern darum wirklich etwas zu tun. Mein Arbeit hier gibt mir zudem viel Selbstvertrauen und ich würde gern auch nach der Schule weiterhin beim Rundfunk arbeiten.“ Amira Haim, eine Angestellte des israelischen Bildungsministeriums, lobte das Projekt als „einen wichtigen Prozess für die Beduinen unseres Landes.“

Kurznachrichten

+++ Das Gipfeltreffen des Nahost-Quartetts in Washington verurteilte nicht, wie von den Palästinensern gefordert, Israels Siedlungsbau. Ministerpräsident Netanjahu wiederholte sein Angebot, mit Palästinenserchef Abbas Direktgespräche zu führen. +++ In Haifa findet derzeit Israels Internationale Blumenschau statt. In den ersten Tagen bewunderten bereits 150.000 Israelis diese Pracht mit mehr als einer halben Million Blumen aus aller Welt. (siehe Bild) +++ Die jordanische Regierung entzieht nun allen Palästinensern, die bei der PLO oder der palästinensischen Regierung arbeiten, die jordanische Staatsbürgerschaft. Der jordanische König Abdullah II. will nicht, dass die Palästinenser in seinem Reich ein Staat im Staat werden, wie es 1972 schon einmal der Fall war. +++ Knessetsprecher Reuben Rivlin meint, dass in etwa fünf Monaten in Israel Neuwahlen stattfinden werden, denn auf Israel kommen große Herausforderungen zu. Dafür brauche Israel, Rivlin zufolge, eine stärkere Regierung. Es scheint, als könne der Benjamin Netanjahu die Wahlen haushoch für sich entscheiden. +++ Morgen, Freitag ist der Letzte der sieben Pessachfeiertage, der ein Vollfeiertag ist, d.h. an ihm wird nicht gearbeitet. Wir melden uns erst am Montag wieder. Außerhalb Israels wird noch ein 8. Pessachtag, der Isru-Chag, gefeiert. +++

Das Wetter

Nach einigen heißen Tagen wird es wieder kühler. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 25 Grad, am Toten Meer 28 Grad, Eilat am Roten Meer 28 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -211,50 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
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  Mittwoch, 11. April 2012
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Israelische Araber leben ein Paradox

Der Herausgeber des Middle East Forums Daniel Pipes bereiste Israel, um der Frage nachzugehen, ob die Araber, die ein Fünftel der israelischen Bevölkerung ausmachen, loyale israelische Bürger sein können.
Bei seinen Gesprächen mit israelischen Arabern fand er diese in einem starken inneren Konflikt. Auf der einen Seite mögen sie den jüdischen Charakter des Staates nicht, der jüdischen Einwanderern problemlos die Staatsbürgerschaft gibt, das Judentum in seiner Hymne betont, den Davidstern auf der Flagge trägt und Hebräisch als erste Sprache führt. Auf der anderen Seite wissen sie sehr wohl um die Vorteile des gut funktionierenden Staates mit Bürgerrechten, der auch ihnen einen guten Lebensstandard ermöglicht.
Dieser innere Konflikt verstärkt sich noch, wenn man bedenkt, dass es ihnen in Israel besser geht als es in jedem moslemischen Land der Fall wäre, ihre moslemischen Brüder diesen Staat jedoch vernichten wollen.
Pipes kommt zu dem Schluss, dass dieses Paradox der israelischen Araber zu einem großen Problem für Israel werden wird. Die Geburtenrate der israelischen Araber ist sehr hoch und ihre Bildung wird staatlich unterstützt. Pipes glaubt, dies werde zu einem hohen Selbstvertrauen der israelischen Araber führen, so dass diese schlussendlich versuchen werden, die jüdische Souveränität abzuschütteln. So wird laut Pipes in Israel in naher Zukunft ein innerer Feind entstehen, der den jüdischen Staat nicht weniger gefährden wird als die äußeren Bedrohungen.

Ben Gurion Flughafen soll gestürmt werden

An diesem Sonntag ist eine so genannte „Flightilla“ nach Israel geplant. Der Name lehnt sich an die „erfolgreiche“ Aktion der Gaza-Flottille 2010, die einen Sturm internationaler Kritik gegen Israel entfachen konnte.
Das gleiche Ziel hat die neue Aktion auch, jedoch kommen die Aktivisten mit dem Flugzeug nach Israel und planen, Israels einzigen internationalen Flughafen ins Chaos zu stürzen. Von dort wollen sie nach Judäa und Samaria fahren, um gegen die „Besatzung“ zu demonstrieren.
Da an diesem Tag mit der Rückreise vieler Osterpilger zu rechnen ist, erwarten Israels Behörden am kommenden Sonntag etwa 50.000 Menschen am Flughafen. Die Sicherheitskräfte stehen vor der schweren Aufgabe, die Unruhestifter unter den Einreisenden herauszufiltern und gleichzeitig den normalen Verkehr nicht zu beeinträchtigen. Der israelische Minister für öffentliche Sicherheit, Jizchak Aharonovitch, hat seine Mitarbeiter jedoch gut vorbereitet. Er ist zuversichtlich, dass keine größeren Störungen auftreten werden: „Wir werden die Provokateure schnell und effizient herausfiltern und wieder abschieben. Wir werden ihnen jedoch nicht auf den Gängen des Flughafens hinterherlaufen. Bei der Einreise werden sie von unseren Angestellten befragt und es wird sich schnell herausstellen, was sie in Israel vorhaben.“

Israelische Künstler helfen im Kampf gegen AIDS

Bei einer jährlichen Auktion stellen Israels führende Künstler ihre Werke zum Verkauf aus, um Geld zur Bekämpfung von AIDS zu sammeln. In diesem Jahr trugen 650 Künstler zur Versteigerung bei und kamen zusammen auf einen Erlös von 1.5 Millionen Schekel ( ca. 300.000 Euro ).
Neben den bekannten Größen des israelischen Kulturbetriebs gab die Auktion auch dem Nachwuchs die Chance, sich einen Namen zu machen. Studenten des Schenkar Instituts für Design und Technik sowie der Bezalel Universität für Kunst konnten ihre Arbeiten neben denen ihrer Vorbilder präsentieren.
Für die Organisatoren war die Auktion ein großer Erfolg. Nicht nur brachten sie eine große Summe dringend benötigten Geldes zusammen, auch das Thema AIDS wurde wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

Kurznachrichten

+++ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist mit seinen über 200.000 Facebook Fans der beliebteste Israeli; die frühere Oppositionsführerin Tzipi Livni hat nur 26.000 und ihr Nachfolger Shaul Mofaz nur 4.000. +++ Die Weltbank spendet den Palästinensern erneut 55 Mio. $. Diese sollten sie eigentlich erst bekommen, wenn der Verbleib der letzten 10 Mio. $ geklärt ist. +++ Von den 193 UNO-Mitgliedstaaten gehören die Israelis laut einer großangelegten Umfrage mit Platz 14 zu den zufriedensten und glücklichsten Menschen der Erde. +++ In Washington konferiert heute das Nahost-Quartett: US-Außenministerin Clinton, Russlands Außenminister Lavrov, EU-Außenministerin Ashton, UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und der Leiter des Nahost-Quartetts Tony Blair. Besprochen werden Lösungsvorschläge für den israelisch-palästinensischen Konflikt. Niemand setzt allerdings große Hoffnung in diese Konferenz. So ist Jerusalem schon jetzt der Laststein aller Nationen der Erde. +++ Hamas-Palästinenser haben in Gaza drei von ihnen festgenommene Palästinenser wegen angeblicher Kollaboration mit Israel öffentlich hingerichtet. +++

Das Wetter

Stürmische See, schwimmen ist gefährlich! Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 25 Grad, am Toten Meer 28 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -211,50 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz stagnierend).
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  Freitag, 6. April 2012
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Frohe Ostern und Pessach Sameach!

Tausende Pilger aus der ganzen Welt besuchen derzeit das Heilige Land und feiern in Jerusalem das christliche Osterfest und die Auferstehung Jesu. Besonders die Jerusalemer Grabeskirche zieht die christlichen Pilger (siehe Bild) an. Zur selben Zeit feiert das jüdische Volk das Pessachfest und dankt Gott für die Befreiung der Kinder Israels aus der ägyptischen Sklaverei. In Jerusalem treffen sich beide Religionen und zelebrieren die Feste Seite an Seite. Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Pessachfest und ein frohes Auferstehungsfest, denn Christus ist wahrhaftig auferstanden und lebt! Chag Sameach.

Palästinensischer Professor: „Moses führte Muslime aus Ägypten ins Gelobte Land“

Dieser Tage feiert das Volk Israel das jüdische Pessachfest und erinnert sich an den biblischen Auszug aus Ägypten. Ein palästinensischer Professor behauptet jedoch, dass Mose nicht die jüdischen Kinder Israels herausführte sondern die muslimischen. „Mose, der Muslim brachte nur die Muslime der Kinder Israels aus Ägypten“, erklärte Professor Omar Jaara von der Al Najah Universität (siehe Foto) in Nablus. Er bezieht sich auf die spätere israelische Eroberung des Gelobten Landes als die erste palästinensische Befreiung. Diese Eroberung wurde gemäß Professor Jaara nicht vom biblischen Josua durchgeführt, sondern von einem muslimischen Saul oder Talut, der ebenso den Philister Goliath erschlagen haben soll. „Wir müssen deutlich machen, dass König David in der hebräischen Bibel nicht mit David im Koran zu vergleichen ist und auch nicht mit Salomo und Josua“, fügte der Professor im palästinensischen Autonomiefernsehen hinzu. „Wir haben einen großen Führer im Koran, Saul. Dieser besiegte Goliath und bescherte den Muslimen einen großen Sieg. Die Muslime unter den Kindern Israels zogen aus Ägypten aus, weil sie dort unterdrückte Menschen waren. Doch die meisten Forscher verneinen diese Tatsache.“
In den palästinensischen Medien wird die Geschichte um das Gelobte Land wiederholt für politische Zwecke verzerrt. Es ist nicht das erste Mal, dass Palästinenser dafür biblische Figuren zu Muslimen und Palästinensern konvertieren, wie Jesus, Mose, David, Salomo und andere. Dies mag für viele Israelfreunde Irrsinn sein, aber der Punkt ist, dass der theologische Wettkampf um das Heilige Land immer radikaler wird. Schließlich geht es nur um das politische Erbrecht auf das Land und dafür verfälschen Muslime die Geschichte. Dies breitet sich aus und sickert sogar in die christlich-palästinensische Befreiungstheologie hinein.

Hamasführer gibt zu: „Keine palästinensischen Wurzeln in Palästina“

Der US-Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich geriet unter starke Kritik als er sagte, dass die Palästinenser ein erfundenes Volk seien. Viele Kommentatoren haben sich über ihn lustig gemacht und meinten, dass ihmzufolge also Millionen von Arabern im so genannten „Palästina“ leben sollen. Aber Gingrich sprach nicht von der physischen Präsenz dieser Menschen, sondern von der nationalen Identität, die sie angenommen haben und der Tatsache, dass viele von ihnen vor nicht langer Zeit eingewandert sind.
Bei einer Fernsehsendung des palästinensischen Al-Hekma TV aus der letzten Woche hat der Hamas Innen- und Sicherheitsminister, Fathi Hammad, Gingrichs Einschätzung unfreiwillig bestätigt. Er sagte, dass die Palästinenser meist aus anderen Teilen des Nahen Ostens stammen und ihre palästinensische Identität nichts weiter als Fassade sei. Befürworter eines palästinensischen Staates versuchen, diese von der Identität ihrer benachbarten Araber abzugrenzen, um somit einen eigenen Staat zu rechtfertigen. „Jeder Palästinenser in Gaza und ganz Palästina kann seine arabischen Wurzeln nachweisen – ob aus Saudi Arabien, Jemen oder sonstwo. Es besteht Blutsverwandtschaft zwischen uns“, sagte Hammad. Er gesteht sogar, dass die Palästinenser in Wahrheit nicht aus Palästina stammen. „Brüder, die Hälfte der Palästinenser sind Ägypter und die andere Hälfte aus Saudi-Arabien,“ so der Hamasminister. Diese Bemerkungen von Hammad waren ganz sicher nicht an das westliche Publikum gerichtet. Vielmehr wollte er Ägypten und andere Nachbarstaaten dazu bewegen, kostenlosen Treibstoff nach Gaza zu liefern, um wie er sagt, „den Jihad gegen Israel fortzusetzen.“ Um den TV-Ausschnitt und die Aussagen des Hamasführers zu sehen Klicken Sie hier!

Mehrheit der Israelis befürwortet Chametz-Verbot

Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass die meisten Israelis das Verbot der Chametz-Produkte, gesäuerte Nahrungsmittel, über die sieben Pessach Tage einhält und sogar befürwortet, dass Geschäfte es nicht verkaufen dürfen. Ab Freitag ist es Juden für eine Woche verboten, Chametz zu besitzen und zu essen. Dazu muss man sein Haus von jedem Krümel Chametz säubern und so bedeutet das Pessachfest ein ganzes Stück Arbeit.
Trotzdem scheinen die Israelis an der Pessach- Tradition festhalten zu wollen. Einundsechzig Prozent der Befragten gaben an, dass man einen traditionellen Seder, die Mahlzeit am ersten Pessachabend, die nach einer genau bestimmten Ordnung abläuft, abhalten soll. Nur 1 Prozent gab an, überhaupt keinen Seder zu planen.
Jedes Jahr kommt die Diskussion vor dem Pessachfest erneut auf, ob man das Chametz auch offiziell verbieten sollte oder ob allein die Tradition ausreiche. Für manche ist es ein ungewollter staatlicher Eingriff in ihre Privatangelegenheiten, für andere stellt das Gesetz den jüdischen Charakter Israels sicher. Die große Mehrheit sieht sich trotz dieser Frage als Teil einer langen Kette von Generationen des jüdischen Volkes und erhält aus diesem Grunde die Verbindung zum jüdischen Erbe und dessen Tradition.

Kurznachrichten

+++ Von der Sinai-Wüste aus haben Palästinenser oder Ägypter eine Katjuscha-Rakete auf Israels Ferienstadt Eilat abgeschossen. Israels Generalstabschef Benny Gantz sagte, dass jeder, der Israel von nah oder fern angreift, auch angegriffen wird.
+ 400 israelische Soldaten aus 30 Herkunftsländern, die allein ohne ihre Familien in Israel den Militärdienst leisten, haben sich zusammen getan und feiern gemeinsam den Seder-Pessachabend als Ausdruck ihres Auszuges ins Gelobte Land.
+ Italiens neuer Ministerpräsident Mario Monti besucht während des Pessachfestes Israel und konferiert mit Israels Ministerpräsident Netanjahu und Staatspräsident Peres. Er wird auch die Palästinenser in Ramallah besuchen.
+ Die orthodoxen Bäckereien buken auf Hochdruck Mazzot, denn während der acht Pessachtage gibt es im jüdischen Israel kein normales Brot zu kaufen, sondern nur ungesäuertes Mazzot-Brot.+

Lesungen zu Pessach:

Am Sederabend (am 6.04. nach Sonnenuntergang) liest man am Tisch aus der Haggadah. In 2. Mose 12 lesen wir vom ersten Pessach, noch in Ägypten gefeiert. Dann an den sieben Festtage liest man unter anderem aus 2. Mose 2,21-51; 4.Mose 28,19 bis 25. Aus den Prophetenbüchern wird aus Hesekiel 36,37-37,14 und 2. Samuel 22,1-51 gelesen.

Das Wetter

Sehr sonnig. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Eilat am Roten Meer 36 Grad. Der Wasserspiegel des See Genezareth liegt derzeit bei -211,50 Meter unter dem Meeresspiegel (Tendenz steigend).
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  Mittwoch, 4. April 2012
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Palästinenser ehren antisemitische Journalistin Helen Thomas

Die palästinensische Vertretung in den USA hat die Journalistin Helen Thomas (91) für ihren Einsatz gegen die israelische „Besatzung” gewürdigt. Als die Fernsehreporterin 2010 vor laufender Kamera sagte, dass die Juden aus Palästina verschwinden sollten, musste sie ihre langjährige Karriere aufgrund starker internationaler Kritik beenden. Auf Nachfrage, wohin die Juden denn sonst gehen sollten, antwortete Thomas damals: „Sie sollen dorthin gehen, woher sie gekommen sind, Deutschland, Polen, Amerika oder sonst wohin. Die Palästinenser leben unter Fremdherrschaft, denn es ist ihr Land.“
Dass die palästinensische Führung Helen Thomas (im Bild mit US-Präsident Barack Obama) jetzt ehrt, wird von den Medien kaum wahrgenommen und es wird auch nicht dazu führen, die Palästinenserführung als Friedenspartner zu diskreditieren. Diese Auszeichnung für eine antisemitische Journalistin passt perfekt zu früheren Ehrungen, die an verurteilte Terroristen wie Mona Awana, die unter anderem am Mord an einem israelischen Teenager beteiligt war, gingen.

Jüdische Siedler in Hebron dürfen noch bis Ende April bleiben

Nachdem das gestrige Ultimatum zur Räumung des „Machpelah“-Hauses (Bild) in Hebron ohne Konsequenzen ablief, erklärten israelische Regierungsvertreter, dass das umstrittene Haus neben der Grabstätte der Patriarchen nun bis zum 25. April evakuiert werden müsse. Dies wurde letzte Nacht auf einem Treffen zwischen Premierminister Netanjahu, Verteidigungsminister Barak und einigen weiteren Ministern beschlossen. Der zukünftige Status des „Machpelah“-Hauses ist noch nicht geklärt, denn obwohl dessen Kauf mitterweile als rechtmäßig anerkannt ist, ist die Entscheidung eine politische und muss von der Regierung getroffen werden. Einerseits gehört es zum Programm der Regierungspartei Likud, dass Juden in Hebron leben sollen, andererseits besteht die Angst, das sensible Gleichgewicht mit den arabischen Einwohnern Hebrons zu stören. Premierminister Netanjahu befindet sich nun in der schwierigen Situation, die verschiedenen Meinungen in seiner Regierungskoalition über das Siedlungsthema vereinen zu müssen.

Israel liefert Benzin nach Gaza

Nach wochenlanger Weigerung des Hamas-Regimes in Gaza, Treibstoff aus Israel zu importieren, hat es sich nun doch dazu durchgerungen. Allerdings erfolgt der Kontakt mit Israel über die PLO im Westjordanland, die das Geld von der Hamas bekommt und es dann an Israel weiterleitet. Die Stromversorgung in Gaza läuft schon seit Februar sehr unregelmäßig, mit Stromausfällen von bis zu 18 Stunden pro Tag. Die Versorgung aus Ägypten funktioniert auch nicht, da auch dort eine Krise im Kraftstoffsektor herrscht, so dass sogar das Rote Kreuz schon einschreiten musste und Treibstoff nach Gaza lieferte. Dort gibt es vor den Tankstellen regelmäßig lange Warteschlangen.
Die Weigerung der Hamas, Benzin aus Israel zu kaufen, hat ideologische Gründe, da man sich in diesem wichtigen Bereich nicht von Israel abhängig machen wollte. Israel hingegen war zu einem Export nach Gaza immer bereit. Heute beginnt der Transfer von 500 000 Litern Treibstoff zum Kraftwerk Gaza über den Keren-Haschalom Grenzübergang.

Kurznachrichten

+++ Ironi Kiryat Shmona ist nach einem 0:0 gegen Hapoel Tel Aviv neuer israelischer Fußball-Meister. Der Titel für den kleinen Verein von der Nordgrenze ist eine Sensation. Bislang wurde der israelische Fußball von Teams aus Tel Aviv, Jerusalem und Haifa dominiert. +++ Am Freitag Abend beginnt das achttägige Pessachfest. Derzeit sind die israelischen Hilfsorganisationen im Großeinsatz, um noch rechtzeitig an 32.000 hilfsbedürftige Familien Lebensmittelpakete und Karten für einen kostenlosen Einkauf zu verteilen. +++ Der Streit um den Betrieb öffentlicher Busse in Tel Aviv am Schabbat spitzt sich zu. Bislang fahren die Busse am Samstag nicht. Die linksgerichtete Meretz-Partei will dies ändern und hat deshalb den Obersten Gerichtshof angerufen. +++

Das Wetter

Sonnig, allmählich wärmer. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 28 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Eilat am Roten Meer 32 Grad.
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  Dienstag, 3. April 2012
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„Bei Raketenangriff auf Israel würden weniger als 300 Menschen sterben“

Im Falle eines Krieges mit dem Iran würden voraussichtlich weniger als 300 Menschen in Israel durch Raketenangriffe ums Leben kommen, so eine Veröffentlichung des israelischen Sicherheitskabinetts, das ein Szenario für den schlimmsten Fall erstellt hat. Demnach seien etwa 100.000 Raketen aus dem Libanon, Syrien, dem Iran und Gaza auf Israel gerichtet. Die Möglichkeiten von Langstreckenraketen, vom Iran aus Israel zu treffen, seien jedoch begrenzt. Als Schutz gegen diese Raketen wird das Abfangsystem „Eiserne Kuppel“ eingesetzt, das stetig ausgebaut wird, sowie die vielen Bunker im Lande.
Ze’ev Bielski von der Kadima-Partei warnte hingegen, dass Israel noch nicht für einen Raketenangriff gewappnet sei, da noch viele Bunker fehlten. „Diese Bunker sind jedoch von absoluter Wichtigkeit und der Neubau geht noch viel zu langsam,” fügte er hinzu. Das Verteidigungsministerium erwiderte hingegen: „Wenn alle Einwohner das Richtige tun, wird das Risiko sehr gering sein.” Die israelischen Sicherheitsbehörden haben das richtige Verhalten nach einem Raketenangriff schon mehrfach trainiert (im Bild Rettungsteams bei einer Übung mit einer Puppe).

Jüdische Siedler wollen Pessach-Abend in Hebron verbringen

Israels Premierminister Netanjahu hat Verteidigungsminister Barak gebeten, die Räumung des „Machpelah-Hauses” in Hebron zu verschieben, um den Bewohnern mehr Zeit zu geben, ihren Anspruch darauf nachzuweisen. Das Verteidigungsministerium hatte den Siedlern ursprünglich Zeit bis heute 15 Uhr gegeben, das Haus neben der Grabstätte der Patriarchen (Machpelah) zu verlassen. Diese aber behaupten, das Haus legal gekauft zu haben und wollen sich nicht verdrängen lassen. „Wir machen keine Vorbereitungen für eine Evakuierung und denken nicht daran, unser Haus zu verlassen,” sagte Schlomo Levinger, einer der Siedler in Hebron.
Die Affäre begann, als einige Siedler in das Haus direkt neben der Grabstätte einzogen, obwohl es als geschlossene, militärische Zone gilt. Im Evakuierungsbefehl des Verteidigungsministeriums heißt es, dass die Siedler die öffentliche Ordnung störten. Dem widersprechen diese jedoch: „Im Gegenteil, seitdem wir hier sind, ist es sehr ruhig und nichts ist passiert. Die Regierung hat noch nicht einmal damit begonnen, die Rechtmäßigkeit unseres Hauskaufs zu prüfen,” unterstrich einer der Siedler.
Eine andere Siedlerin fügt hinzu: „Es ist unglaublich, dass ein Jude nicht ein Haus in Israel kaufen kann, und noch unglaublicher, dass der Verteidigungsminister gegen den Willen der Regierung handelt. Wir sind jedoch sicher, dass niemand uns hier gewaltsam evakuieren wird. Wir wollen hier einfach in Ruhe leben, Juden sollten überall in Israel leben dürfen. Über die Pessach-Feiertage bleiben wir auf jeden Fall!”

Behinderte Jugendliche helfen in der Nuklearanlage Dimona aus

Eine Gruppe 18-jähriger Israelis mit körperlichen Behinderungen hat einen Freiwilligen-Dienst in Israels streng geheimer Atomanlage Dimona aufgenommen. Diese Jugendlichen wollen dem Staat dienen wie alle anderen Israelis in ihrem Alter. Eine Organisation für israelische Freiwillige, in Zusammenarbeit mit der Armee, gibt ihnen diese ungewöhnliche Möglichkeit. Die Arbeit der Behinderten ist nicht sehr hart: Sie helfen dabei Güter zu sortieren, den Garten zu pflegen, die Anlage sauber zu halten und andere simple, aber wichtige Tätigkeiten zu verrichten.
„Aufgrund der sensiblen Sicherheitslage dieser Anlage mussten die Teenager zuerst einige physische Tests, Interviews und Sicherheitschecks bestehen, weiterhin mussten wir mit ihren Eltern sprechen, um herauszufinden, welche Aufgaben sie übernehmen können,” erläuterte der Chef der Personalabteilung von Dimona. „Als dies abgeschlossen war, fügten sich die neuen Mitarbeiter prächtig in ihre neue Umgebung ein, jeder liebt die Neulinge.” Viele Briefe von Angestellten der Nuklearanlage an die Betriebsführung loben die Aktion. Die Teenager selbst sind sehr froh und stolz auf ihre Arbeit, und die Leitung der Anlage hat schon angekündigt, das Programm zu erweitern: „Es ist ein großer Erfolg und wir werden noch weitere Organisationen einladen daran teilzunehmen.”

Kurznachrichten

Die anti-missionarische Bewegung Yad L’Achim hat vor Einladungen zu Seder-Feiern am Vorabend des Pessach-Festes gewarnt. Sie seien als koschere Veranstaltungen angekündigt. Tatsächlich würden sich christliche Missionare dahinter verbergen, die Juden von ihrem Glauben abbringen wollten. Die orthodoxe Gruppierung fordert ein schärferes Anti-Missionsgesetz. +++ Der Benzinpreis in Israel ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Acht Shekel (ca. 1,60€ Euro) kostete ein Liter Benzin, – fünf Agurot mehr als noch im Februar. Mehrere hundert Menschen gingen auf die Straße, um für niedrigere Benzin- und Strompreise zu demonstrieren. +++ Der Torwart der palästinensischen Fußball-Olympiamannschaft, Omar Abu Rwayyis, ist von israelischen Sicherheitskräften verhaftet worden. Er soll an einer Schießerei gegen israelische Soldaten beteiligt gewesen sein. +++

Das Wetter

Heiter. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 20 Grad, Tel Aviv 21Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad, am Toten Meer 27 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad.
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  Freitag, 30. März 2012
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Höchste Alarmbereitschaft an Israels Grenzen

Nicht nur in Israel sind Polizei und Armee in höchster Alarmbereitschaft – auch in den Nachbarländern reagieren die Behörden auf den für heute ausgerufenen arabischen „Tag des Landes“. Allein im Libanon werden 30.000 Teilnehmer bei verschiedenen anti-israelischen Protestaktionen erwartet. Die libanesische Armee hat deshalb Kontrollstellen eingerichtet, um Konflikte an der Grenze zu verhindern. Die israelische Armee hat ihre Truppen an der Nordgrenze verstärkt. Sie haben die Anweisung erhalten, Demonstranten vom Grenzzaun fernzuhalten. In Syrien erklärte ein Sprecher der Demonstranten, man plane keinen Marsch zu den Golanhöhen. Israel hatte zuvor angekündigt, man werde die Grenze zu Syrien schützen. Der Führer der Hamas-Terrorgruppe im Gazastreifen, Ismail Haniyeh, erklärte: „Die Proteste kündigen die bevorstehende Befreiung der Al-Aksa-Moschee von der schändlichen Besatzung an.“ In den Palästinensergebieten soll es Massenkundgebungen geben, eine der größten begann am Vormittag in Bethlehem. Mit dem „Tag des Landes“ und einem „Marsch auf Jerusalem“ wollen die Palästinenser ihren Anspruch auf das ganze Heilige Land einschließlich Jerusalem unterstreichen.

Netanjahu gratuliert seinem Vater zum 102. Geburtstag

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu (63) hat den 102. Geburtstag seines Vaters Benzion Netanjahu gefeiert. „Ich wünsche Dir, dass Du Deine Kinder und Enkelkinder genießt. Auch wünsche ich Dir noch viele Jahre und viel Gesundheit. Die zukünftigen Generationen sollen von deinem reichen Wissen lernen“, so der Regierungschef. Sein Vater ist Professor für jüdische Geschichte und ehemaliger Herausgeber der Encyclopaedia Hebraica. Er zählt weltweit zu den führenden Historikern, die das jüdische Leben im Mittelalter in Spanien erforschten. Benzion Netanjahu gilt als einer der Führer der zionistischen Bewegung in den USA und wird, obwohl er in einem Altersheim lebt, als aktiver Professor und Zionist geschätzt. Er war tätig als Sekretär Zeev Jabotinskys, des „Vaters des revisionistischen Zionismus“. Vater und Sohn Netanjahu führen eine sehr enge Beziehung. Trotz seines hohen Alters liest und schreibt Benzion noch regelmäßig. Sein ältester Sohn Jonathan war im Juli 1976 bei einer Befreiungsoperation von jüdischen Geiseln in Entebbe (Uganda) ums Leben gekommen. Benjamin Netanjahu betonte mehrfach, dass er von seinem Vater politisch wie auch gesellschaftlich am stärksten geprägt worden sei.

Iraner: Wir lieben euch Israelis auch

Die Spekulationen über einen israelischen Militärschlag gegen den Iran wachsen – und inmitten dieser Spannungen versichern sich Israelis und Iraner über das Internet, dass sie sich lieben. Wie berichtet, hatten zwei Israelis über das soziale Netzwerk „Facebook“ eine Kampagne gestartet. Sie unterstrichen darin, wie sehr sie das iranische Volk schätzten und dass sie es nicht bombardieren wollten. Direkte Telefonverbindungen zwischen Israel und dem Iran sind nicht möglich, aber über „Facebook“ erregte die Aktion große Aufmerksamkeit. Nach Angaben der Initiatoren wurde die Seite von mehr als 33.000 iranischen Nutzern aufgerufen. Nun gab es eine Antwort: Auf der Videoplattform „YouTube“ erklärte ein Mann in einem kurzen Film, er sei Iraner und wolle den Israelis danken: „Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Frieden.“ Der Mann verdeckt sein Gesicht mit einem grünen Tuch, um von den Behörden nicht erkannt zu werden. „Es gibt keine Redefreiheit im Iran“, unterstreicht er und wendet sich an die „Väter, Mütter, Brüder, Schwestern und alle Menschen in Israel: Wir lieben euch auch.“ Man habe im Iran die israelischen Botschaften im Internet gesehen. Aus politischen Gründen gebe es darauf jedoch keine Welle von Antworten. Der Unbekannte rief die Israelis dazu auf, einen gefährlichen Krieg zwischen den beiden Ländern zu verhindern.

Kurznachrichten

+++ Der von der Hamas entführte frühere Soldat Gilad Schalit hat sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. Er dankte der israelischen Regierung für ihre Bemühungen zu seiner Freilassung. Seine Rehabilitation mache Fortschritte, er habe schon sechs Kilo zugenommen. +++ Der Kenianer Sammy Tu hat den Tel Aviv-Marathon gewonnen. Er legte die gut 42 Kilometer lange Strecke in 2 Stunden und 15 Minuten zurück. An dem Marathon hatten rund 25.000 Läuferinnen und Läufer aus aller Welt teilgenommen +++ Ein jüdischer Bus ist auf dem Scopus-Berg in Jerusalem von Arabern mit Brandsätzen und Steinen beworfen worden. Die Insassen, eine Festgesellschaft auf dem Rückweg von einer Bar Mitzwa-Feier, kam mit dem Schrecken davon. +++ Der anhaltende Tourismus-Boom beschert Tel Aviv Probleme: In der Mittelmeer-Metropole fehlen Hotel-Betten. Bis zu einer Million Touristen mehr pro Jahr werden erwartet. In den nächsten drei Jahren sollen aber nur etwa 1000 zusätzliche Hotelzimmer gebaut werden. Das seien viel zu wenige, beklagen Fachleute. +++

Das Wetter

Heiter bis wolkig, allmählich etwas wärmer. Die Höchsttemperaturen: Jerusalem 14 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad.
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  Donnerstag, 29. März 2012
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Militärschlag gegen Iran von Flugplätzen in Aserbaidschan?

Israel hat sich offenbar das Recht gesichert, Flugplätze in Aserbaidschan für einen möglichen Militärschlag gegen den Iran zu nutzen. Das haben heute amerikanische Medien gemeldet, die sich auf diplomatische Quellen berufen. Demnach habe die Regierung in Baku erlaubt, dass die israelische Armee vier frühere sowjetische Militärflugplätze anfliegen dürfe. Zwischen Israel und Aserbaidschan hatte es in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche gegeben. Im Februar sei ein Vertrag unterzeichnet worden, wonach der jüdische Staat moderne Drohnen und Raketen-Abwehrsysteme nach Aserbaidschan liefere. In Washington betrachtet man die neue Allianz mit Sorge: die Partnerschaft zwischen Jerusalem und Baku erhöhe die Wahrscheinlichkeit eines Militärschlags gegen den Iran, verlautete aus dem Umfeld von US-Präsident Obama. Das totalitär regierte Aserbaidschan gilt als enger Verbündeter der Türkei und als erbitterter Gegner des benachbarten christlichen Staates Armenien.

Israel erwartet ein turbulentes Wochenende

Hunderttausende von pro-palästinensischen Demonstranten werden morgen zu einem globalen „Marsch auf Jerusalem“ erwartet. In der ganzen Region soll es Proteste geben. Die israelische Grenzpolizei und das Militär haben erklärt, sie seien vorbereitet und würden Verletzungen der Staatsgrenzen verhindern. Man stehe auch mit den palästinensischen Sicherheitsbehörden in Kontakt. Die sollen verhindern, dass israelische Siedlungen angegriffen werden. Mit ihrem „Tag des Landes“ wollen die Araber ihren Anspruch auf ganz Israel einschließlich Jerusalem deutlich machen. Proteste soll es nicht nur im sogenannten Westjordanland und im Gazastreifen geben, sondern auch von muslimischen Organisationen im Libanon, in Jordanien und in Ägypten. Said Yakin, ein Sprecher der Protestbewegung, erklärte gegenüber israelischen Medien, man wolle mit den Massenaufmärschen die israelische Politik beeinflussen. Die Aktionen seien aber nicht als Auftakt zu einem dritten Palästinenseraufstand (Intifada) gedacht. Israelische Sicherheitsbehörden erwarten dennoch gewalttätige Ausschreitungen.

Pessach und Wein gehören zusammen

Am Freitag kommender Woche feiert das Volk Israel Pessach, den biblischen Auszug aus der ägyptischen Sklaverei in die Freiheit. Gott errettete sein Volk und führte es ins Gelobte Land. Das biblische Fest der Erlösung und Freiheit ist heutzutage nicht weniger gültig als früher. Während des Pessachmahls genießt jeder vier Gläser Wein. Roter Wein symbolisiert das Leben. Beim Pessachmahl erinnert der Wein an das Blut der Opfertiere, das bei der Feier des Bundesschlusses am Fuße des Sinai-Berges mit den Worten „Das ist das Blut des Bundes, den Gott mit euch geschlossen hat“ (2. Mose 24) versprengt wurde. Damit ist das Abendmahl Jesu vom Grundgedanken des Pessach her zu verstehen. Wein schenkt Leben und Lebensfreude. Damit erinnert sich das Volk Israel an Gottes Gnade und Erlösung. Und so wie Gott damals sein Volk errettete, so wird Er auch in dieser Zeit seinem Volk beistehen!
Für die bevorstehende Pessachwoche bietet die Weinkellerei Bar Giyora unseren Leserinnen und Lesern den Rotwein Jehuda 2009 (Cabernet Sauvignon 38%, Merlot 25%, Petit Verdot 25% und Cabernet Franc 12%) an. Nach der 18-monatigen Reife in französischen Eichenfässern zeigt dieser körperreiche vollmundige Rotwein ein großzügiges Spektrum von Johannisbeeren und schwarzen Früchten vor dem Hintergrund von mediterranem Geschmack.
NEU: Von nun werden die Rotweinflaschen in bruchfester und temperatursicherer Verpackung nach Europa verschickt.
Rotweinflasche Jehuda 2009, FWA014, 26 Euro / 34 sFr.
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Kurznachrichten

Der mit großer Mehrheit (62 Prozent) zum neuen Vorsitzenden der oppositionellen Kadima-Partei gewählte Shaul Mofaz ging als erstes zur Westmauer und dankte Gott für seinen Sieg. Die Verliererin Tzipi Livni hüllte sich dagegen in Schweigen und verschwand. Beobachter rechnen damit, dass sie sich ganz aus der Politik zurückzieht. +++ Der 321 Seiten starke Jahresbericht der israelischen Staatsbank , die von Stanley Fisher geführt wird, weist aus, dass Israels Wirtschaft in einer sehr guten bis exzellenten Verfassung ist. +++ Die 28-jährige Israelin Lee Korzits hat in Spanien ihre zweite Goldmedaille im Weltturnier des Windsurfens gewonnen. Nun ist sie eine der Favoritinnen für die Olympischen Spiele in London.

Das Wetter

Schauer und einzelne Gewitter, kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 13 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad.
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